Stimmen zur FC-Pleite Baumgart, Keller & Profis über Elfer-Auswahl: „Herz in die Hose gerutscht“

Die Spieler vom 1. FC Köln verfolgen das Elfmeterschießen.

Elfmeter-Frust bei den Spielern des 1. FC Köln nach dem Aus im DFB-Pokal bei Jahn Regensburg am 30. Juli 2022.

Aus in der 1. Runde: Der 1. FC Köln ist wie schon 2021 im Elfmeterschießen an Jahn Regensburg gescheitert. Hier gibt es die Stimmen zum frühen Scheitern im DFB-Pokal.

Bitteres Pokal-Déjà-vu für den FC! Wie schon im Achtelfinale 2021 gab es für Köln am Samstag (30. Juli 2022) eine 5:6-Niederlage bei Jahn Regensburg nach Elfmeterschießen. Dieses Mal in Runde eins.

Dabei hatte die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart (50) vor allem in der Schlussphase der regulären Spielzeit mehrmals die 3:2-Führung auf dem Fuß. Am Ende steht aber das Pokal-Aus. EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt:

Mark Uth: „Sonst hätte ich natürlich geschossen“

FC-Verteidiger Timo Hübers (26): „Es gibt ein, zwei Jungs, die haben in ihrer Karriere schon mehr Elfmeter geschossen als ich. Wenn es drauf angekommen wäre, wäre ich schon hingegangen. Aber wir haben das vorher anders besprochen. Wir hatten es selber in der Hand und ab der 75. Minute war es ein Spiel auf ein Tor. Es hat uns ab und zu die Durchschlagskraft gefehlt. Nichtsdestotrotz hatten wir große Chancen. Es war ein erwartet schweres Pokalspiel. Es ist schade, weil die DFB-Pokal-Reise letztes Jahr hat Spaß gemacht.“

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1:2-Torschütze Mark Uth (30): „Wir sind sehr enttäuscht, in der ersten Runde rauszufliegen. Wir haben kein schlechtes Spiel gemacht, die zweite Halbzeit gehört uns, da müssen vorher noch das 3:2 machen. Aber Regensburg hat es gut gemacht, hier und da ein wenig Glück und uns ins Elfmeterschießen gearbeitet, das ist dann immer eine kleine Glückslotterie.“

Uth, warum er keinen Elfmeter geschossen hat: „Ich habe Adduktorenprobleme, ich konnte die letzten 15 Minuten auch kaum laufen. Ich hoffe, dass wir das schnell in den Griff kriegen, sonst hätte ich natürlich geschossen. Jonas (Hector) wäre, glaube ich, der nächste Schütze gewesen. Die Jungs sind vorangegangen.“

FC-Keeper Timo Horn (29): „Wir sind nicht gut in die Begegnung gekommen. Gerade Mitte der ersten Halbzeit haben wir nicht das gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind dann besser ins Spiel gekommen und haben den Ausgleich erzielt. In der Verlängerung war es ein Spiel auf ein Tor, die Regensburger waren stehend K.o.. Wir konnten noch mal zulegen und hätten sicherlich das ein oder andere Tor noch erzielen können. Im Elfmeterschießen kann immer alles passieren. Mit sehr, sehr viel Pech sind wir dann ausgeschieden. Ich hatte mehrmals die Ecke richtig geahnt, war oft am Ball dran. So ist es eben. Am Ende kommt alles zusammen.“

Steffen Baumgart: „Dass wir enttäuscht sind, kann sich jeder vorstellen“

FC-Sportboss Christian Keller (43): „Das fühlt sich richtig scheiße an. Am Ende müssen wir uns aber an die eigene Nase packen. Wir hatten einige Chancen, in denen wir das dritte Tor machen müssen. Irgendwann waren die Regensburger sehr müde. Im Elfmeterschießen hatten sie dann aber mehr Selbstvertrauen, als wir das hatten.“

Keller auf die Frage, warum fast nur FC-Verteidiger beim Elfmeterschießen angetreten sind: „Ich war nicht auf dem Platz. Grundsätzlich will ja jeder Spieler, der schießt, treffen, aber dem einen oder anderen ist das Herz vielleicht ein bisschen in die Hose gerutscht. Aber eigentlich darf es gar nicht bis zum Elfmeterschießen kommen, wir müssen es davor entscheiden.“

Köln-Coach Steffen Baumgart (50): „Glückwunsch an den Jahn. Es war ein sehr intensives Spiel, in der ersten Halbzeit hatten wir 15 Minuten, in denen wir es nicht gut gemacht haben. Nach der Umstellung auf zwei Sechser haben wir das Spiel in den Griff bekommen. Nach dem 2:2 hatten wir auch die Möglichkeiten zu erhöhen. Das haben wir nicht geschafft und deshalb ging es ins Elfmeterschießen. Dass wir enttäuscht sind, das kann sich jeder vorstellen.“

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Baumgart zum Elfmeterschießen: „Das ist halt so. Bei den Elfmeterschützen ist es natürlich so, dass wir die Jungs fragen, und dann ist es auch aus der Situation heraus, dass die Jungs entscheiden, wer da rangeht und wer nicht. Damit habe ich ganz wenig zu tun. Ich möchte da auch keinen reindrängen, wenn ich ehrlich bin. Das ist schon keine so einfache Situation.“

Jahn-Trainer Mersad Selimbegovic (40): „Wir sind richtig gut ins Spiel gekommen, das erste Gegentor war ein Sonntagsschuss von Uth am Samstagnachmittag. Uns war klar, dass Köln dann kommen wird, nach dem 2:2 sind wir dann öfter richtig ins Schwimmen geraten und hatten Glück, dass wir nicht das dritte Tor bekommen haben. Danach wären wir, glaube ich, nicht mehr zurückgekommen. Wir haben uns aber mit allen Mitteln gewehrt.“

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