Joel Schmied ist nach einem Stotterstart mittlerweile voll und ganz angekommen beim FC. Und Ragnar Ache wusste sofort, wer ihm nach dem Fallrückzieher-Tor einen Spruch gedrückt hatte.
Drückte ihm einen SpruchAche plaudert kuriosen Spitznamen von FC-Kollege aus

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Joel Schmied hatte gegen Hoffenheim alle Hände voll zu tun mit Bazoumana Touré.
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Er ist in dieser Saison eine verlässliche Größe beim 1. FC Köln. Während Joel Schmied zu Zweitliga-Zeiten ab und an noch (zu) fehlerbehaftet war und es schon einige Zweifel an seiner Bundesligatauglichkeit gab, überzeugt der Schweizer in dieser Saison mit konstant guten Leistungen.
Nur eine schwere Oberschenkelverletzung, die er sich im Spiel gegen Frankfurt zuzog, hat ihn zwischenzeitlich ausgebremst. Nun ist er wieder fit und direkt gesetzt.
„Joel ist ein astreiner Zeitgenosse, der einen tollen Humor hat“
Schmied stand sowohl in Stuttgart als auch gegen Hoffenheim in der Startelf. „Bei diesem Trainer ist es unglaublich wichtig, wie man trainiert. Wenn man sich voll reinhängt unter der Woche, bekommt jeder die Chance“, sagte Schmied über seinen Weg zurück.
Vor allem gegen die TSG bewies er zudem seine Flexibilität. Denn nachdem Sebastian Sebulonsen angeschlagen raus musste, übernahm er kurzerhand die Rechtsverteidiger-Position. Kein Problem für den gebürtigen Berner, der viele Situationen mit seiner Schnelligkeit löste.
Schmied ist inzwischen vollends angekommen in Köln, auf und neben dem Platz. Denn auch in der Kabine sorgt der sympathische Schweizer regelmäßig für gute Laune. „Joel ist ein astreiner Zeitgenosse, der einen tollen Humor hat“, schwärmt Trainer Lukas Kwasniok.
Den bekam auch Ragnar Ache nach seinem „Tor des Jahres“ zu spüren. Da sagte Schmied: „Unter der Woche im Training kann er sich kaum bewegen und dann holt der hier so ein Ding raus.“ Ache wusste sofort, wer ihm den Spruch gedrückt hat: „Bestimmt Ecco, also Joel.“
„Ecco“? So lautet Schmieds Spitzname im Team, der anders als „Reggie“, „Lundi“, oder „SebSeb“ bislang noch nicht so geläufig war. Schmied bekam den Namen verpasst, weil der vielseitig einsetzbare, ursprünglich italienische Begriff „ecco“ zu seinen Lieblingswörtern zählt.
„Ich verwende es in jedem zweiten Satz und es bedeutet so etwas wie: ‚Gut gemacht‘“, erzählte er im FC-Podcast: „Die Steigerung ist eccolo. Wenn jemand zum Beispiel eine Grätsche raushaut, drehe ich durch und rufe eccolo. Das ist die Steigerung. Da bin ich richtig glücklich.“


