Sieben Spiele und einen klaren Auftrag vor der Brust: René Wagner soll mit Co-Trainer Armin Reutershahn den 1. FC Köln in der Liga halten. Die beiden müssen sich auch erst einmal kennenlernen.
Neues FC-DuoWagner und Reutershahn: Einer hat „die Bremse in der Hand“

Nach dem Aus von Trainer Lukas Kwasniok (44) setzt man in der direkten Nachfolge auf eine interne Lösung. René Wagner (37) soll den 1. FC Köln in der Bundesliga halten. Noch sind in den verbleibenden sieben Spielen 21 Punkte zu holen.
Damit es möglichst viele Zähler werden, hat der Klub aber auch externe Hilfe dazugeholt. Armin Reutershahn (66) ist der neue Co-Trainer an der Seite von Wagner. Er ersetzt Frank Kaspari (55), der ebenfalls freigestellt wurde.
Köln-Coach Wagner: „Brauche einen, der mich auch mal zurückholt“
Der in Duisburg geborene Reutershahn ist seit 1989 im Trainergeschäft, da war Wagner erst ein Jahr alt. Der 66-Jährige kann bereits mehrere langjährige Engagements als Assistenztrainer in der Bundesliga vorweisen, unter anderem beim Hamburger SV, Eintracht Frankfurt, dem 1. FC Nürnberg, dem VfB Stuttgart, der TSG Hoffenheim, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund.
Beim FC muss sich das Duo an der Spitze jetzt schnell einspielen. Wagner hat Reutershahn erst vor wenigen Tagen persönlich kennengelernt. „Wir haben uns Sonntagabend getroffen, als klar war, dass Lukas Kwasniok beurlaubt wird und ich die Aufgabe erst einmal übertragen bekomme“, erklärt Wagner.
Der Interimstrainer sagt über das Zusammenspiel mit dem neuen Assistenten: „Wir haben einen Co-Trainer gesucht, der schon viel gesehen hat, viel, viel mehr als ich. Ich habe es ja noch nie gemacht. Ich war selbst viele Jahre in der Bundesliga, aber Armin hat etliche Jahre mehr Erfahrung als ich.“
Wagner gibt zu, dass er an seiner Seite auch einen besonnenen Kopf benötigt: „Ich brauche jemanden an meiner Seite, der mich vor allem auch mal zurückholt, wenn ich zu stark auf dem Gaspedal stehe. Da stehe ich zu oft. Der Armin hat jetzt einfach die Bremse in der Hand.“
Dass es nur zwei Siege aus den vergangenen 18 Spielen gab, kann Wagner nicht so einfach erklären, er arbeitet jetzt mit Reutershahn daran, dass die Mannschaft auch wieder ins Siegen kommt: „Da gibt es ganz viele verschiedene Themen, die sind auch sehr, sehr komplex. Ich glaube, es ist unfassbar schwer, das in drei, vier Sätzen zu erklären. Wir schauen, dass wir jetzt unsere Aufgaben erledigen und wir die Jungs so motivieren, dass wir in Frankfurt ein gutes Spiel machen können.“
Der neue Coach weiß, was die Stunde geschlagen hat: „Jetzt heißt es, Spiele zu gewinnen und Punkte zu holen. Da fangen wir in Frankfurt mit an.“ Doch den ganz großen Stress, den der Abstiegskampf mit sich bringt, will er nicht zu nahe an sich und die Mannschaft heranlassen.
Wagner weiß, wann er am zuverlässigsten funktioniert: „Ich versuche, den Druck auszublenden. Ich weiß, ich kann besser arbeiten, wenn ich organisiert bin und mir nicht so viele Gedanken darüber mache, was außen passiert. Unsere Aufgabe ist es, den Druck bei den Spielern weitestgehend zu lösen. Das werden wir jetzt definitiv probieren.“


