Während die Kollegen Richtung Weltmeisterschaft nach Nordamerika flogen, versucht Kölns Youngster Said El Mala im Urlaub abzuschalten.
Nach WM-FrustWrack am Strand: Hier schaltet Said El Mala ab

Copyright: Said El Mala/Instagram
Malek El Mala (l.) und Said El Mala (r.) mit einer weiteren Person im Urlaub in Griechenland im Juni 2026.

Leroy Sané (30) sah beim Einchecken aus wie ein Tourist: weiße, futuristische Sonnenbrille, die geflochtenen Zöpfchen unter einem schwarzen Woll-Käppchen versteckt, mehrere Ohrringe an den Lauschern und das Designer-Täschchen in den Händen. Der Profi von Galatasaray Istanbul hob mit dem DFB-Tross Richtung Fußball-WM ab. Von Frankfurt ging es mit dem Flug LH 434 von Gate Z16 Richtung Chicago.
Nach ein paar Trainingstagen folgt am 6. Juni 2026 das Testspiel gegen die USA (20.30 Uhr, RTL). Aus der Ferne dürfte ein Spieler traurig zuschauen. Kölns Überflieger Said El Mala (19) wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) nicht berücksichtigt.
Said und Malek El Mala entspannen in Griechenland
Der setzt lieber auf Sané, der im Herbst seiner Karriere auf sieben Tore und fünf Vorlagen in der türkischen Süper Lig kam. El Mala startete in der Bundesliga als einer der besten und schnellsten deutschen Angreifer durch (13 Tore, fünf Vorlagen).
Den WM-Frust versucht Said jetzt im Urlaub zu verdauen. Er entspannt mit seinem Bruder Malek (21) in Griechenland. Die beiden genießen Sonne, Strand, Meer und die ein oder andere Bootstour mit Wrack am Strand.
Mit einer kleinen Yacht besuchten die El Malas in ihrem Urlaub auch die Shipwreck Cove, auch Navagio Beach oder Schmuggler-Bucht genannt. Sie gehört zur griechischen Insel Zakynthos und ist ein absolutes Touristen-Highlight. Vor den gigantischen Kalksteinklippen liegt das Wrack des mutmaßlichen Schmugglerbootes MV Panagiotis, verrostet, zerbrochen und verfallen am feinen Sandstrand. Was die El Malas gefreut haben dürfte: Fans haben sich auf dem Wrack verewigt: In großen Buchstaben wurde 1. FC Köln in den Rost gekratzt.
El Mala zeigt weitere Eindrücke in seiner Instagram-Story: Mit Bruder Malek und einer weiteren Person steht er in weißem Unterhemd vor einer malerischen Bucht mit türkisblauem Wasser. Said trägt hier, wie Sané, eine weiße futuristische Sonnenbrille. Richtig glücklich sieht er aber nicht aus.
Nicht glücklich waren auch zahlreiche Experten nach der Nominierung des WM-Kaders. Für viele hätte El Mala zwingend zum Aufgebot des DFB gehört. Doch Nagelsmann verzichtet auf den FC‑Star bei der WM, die am 11. Juni beginnt. Deutschland trifft im ersten Gruppenspiel am 14. Juni auf Curacao.

Copyright: Said El Mala/Instagram
Die El Malas besuchten die Shipwreck Cove, auch Navagio Beach oder Schmuggler-Bucht genannt, auf der griechischen Insel Zakynthos. Auf dem Wrack steht groß 1. FC Köln (oben).
Magenta-Moderator Thomas Wagner sagte nach der Ausbootung von El Mala beim DFB gegenüber EXPRESS.de: „Da kochen die kölschen Fans nicht nur innerlich. Ich sehe es aber auch so: El Mala hätte es mehr als verdient. Allein sein Tor gegen den FC Bayern hätte für mich den Ausschlag gegeben, ihn mitzunehmen. Er hat einfach etwas ganz Besonderes. Und er kann 20 Minuten vor Schluss dem Spiel noch einmal eine komplett neue Statik verpassen mit seiner Wucht und seiner Unbekümmertheit. Sané hat dagegen in der Türkei nur sieben Treffer erzielt. Er ist jetzt 30 Jahre alt! Wie lange wollen wir noch auf seinen Durchbruch warten? Er hat gewisse Skills, aber die ruft er eben nicht konstant ab. Also ich hätte El Mala oder Führich mitgenommen.“
Und weiter: „In einem 26er-Kader sollte immer Platz für zwei, drei junge Spieler sein, um sie an die Turnier-Atmosphäre zu gewöhnen.“ Kölns Stadionsprecher Michael Trippel mutmaßte vor der Nominierung sogar: „Er muss bei der WM dabei sein, sonst werden wir kein Weltmeister. Jedes Mal, wenn Deutschland Weltmeister wurde, stand ein Spieler des 1. FC Köln im Kader.“ Den Einwand, dass 2014 keiner dabei war, ließ er beim EXPRESS.de-Talk nicht gelten: „Da war Lukas Podolski dabei, der ist natürlich immer ein Kölner, egal, wo er spielt.“ Poldi stand damals aber beim FC Arsenal unter Vertrag.
Beim WM-Titel 1954 gehörten die FC-Legenden Hans Schäfer und Paul Mebus zum Team. 1974 waren vom FC Wolfgang Overath, Bernd Cullmann und Heinz Flohe dabei. 1990 standen Bodo Illgner, Pierre Littbarski, Thomas Häßler und Paul Steiner im Weltmeister-Kader.
