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WM-Spiele im BüroAnwalt erklärt: Wann eine Abmahnung oder Kündigung droht

Eine Frau in Fankleidung am Arbeitsplatz

Copyright: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Fans haben es während der Arbeitszeit nicht leicht: Selbst das Mitverfolgen eines Live-Tickers gilt als Ablenkung und könnte untersagt werden.

WM im Job: Was erlaubt ist und was den Job kostet.

Endlich Feierabend, ab auf die Couch und die DFB-Elf anfeuern? Für viele Fans ist der späte WM-Anpfiff ein Segen. Aber was ist mit denen, deren Arbeit dann erst losgeht? Heißt das, das Spiel fällt komplett aus, oder gibt es eine Chance, im Job mitzufiebern?

„Einen Anspruch darauf, die WM-Spiele am Arbeitsplatz zu schauen, haben Arbeitnehmer grundsätzlich nicht“, stellt der Fachanwalt für Arbeitsrecht, Volker Görzel, klar. Wer sich also ohne ausdrückliche Genehmigung vom Chef ein Match per Livestream ansieht, dem droht eine Verwarnung. Im schlimmsten Fall kann das sogar den Job kosten.

Stream ist nicht gleich Radio: Hier lauert die Abmahn-Falle

Die Art und Weise, wie das Match verfolgt wird, hat massive Auswirkungen auf mögliche Strafen. TV-Bilder und Online-Streams sind besonders heikel, weil sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter extrem von der Arbeit ablenken. Laut Görzel ist das Zuschauen, auch wenn der Chef es erlaubt, eine private Angelegenheit. Die verlorene Arbeitszeit muss in der Regel kompensiert werden. Selbst ein Live-Ticker am Bildschirm kann als Störung gesehen und verboten werden.

Deutlich lockerer sind die Vorschriften jedoch beim Radio, wie der Fachanwalt erläutert. Solange die Kollegen nicht genervt sind und die eigenen Aufgaben konzentriert, schnell und ohne Fehler erledigt werden, darf das Radio im Prinzip laufen.

Der Vorgesetzte hat zwar die Möglichkeit, auch das zu untersagen. Aber Achtung: Hier hat der Betriebsrat ein Wörtchen mitzureden. Ohne grünes Licht von dieser Seite ist ein solches Verbot rechtlich nicht haltbar.

Nachtschicht für Fans: Die große Müdigkeits-Falle

Wegen der Zeitverschiebung werden die meisten Partien der WM in diesem Jahr erst zu nachtschlafender Zeit angepfiffen. Für uns bedeutet das: Zwei von drei Spielen starten erst nach 0 Uhr deutscher Zeit. Wer morgens früh aus den Federn muss, für den wird das Aufbleiben zur echten Zerreißprobe.

Das belegt eine Umfrage von Bilendi, einem Marktforschungsinstitut, die für das Portal Kununu durchgeführt wurde. Von den 1.100 Teilnehmern gaben 59 Prozent an, dass die Anstoßzeit darüber entscheidet, ob sie einschalten. Ein Spielbeginn um 19 Uhr ist für 61 Prozent noch mit dem Beruf zu vereinbaren. Geht es aber erst um Mitternacht los, halten das nur noch 19 Prozent für machbar. Bei den Hardcore-Fans ist es immerhin noch fast jeder Dritte (32 Prozent).

Wenn die DFB-Elf aufläuft, sieht die Sache aber anders aus. Dann bleiben sogar 28 Prozent aller Beschäftigten wach – bei den Fans sind es fast die Hälfte (49 Prozent), die auch nach Mitternacht noch vor dem Bildschirm sitzen. Die WM hat auch Auswirkungen auf die Wahl des Arbeitsortes. Laut der Erhebung will über ein Fünftel (22 Prozent) der Belegschaft mit der Möglichkeit zum Homeoffice am Tag nach einem Deutschland-Spiel von daheim arbeiten. Unter den Anhängern des runden Leders steigt diese Zahl auf 36 Prozent. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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