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„Jeder hat den Traum“Pavlovic über den Titel-Wunsch vor dem Abflug in die USA

WM-Vorbereitung - Abflug Fußball-Nationalmannschaft

Copyright: Florian Wiegand/dpa

Los geht's: Die Nationalspieler und Bundestrainer Julian Nagelsmann auf der Gangway.

WM-Mission gestartet: DFB-Elf mit Sorgenfalten in den USA.

Sorgenfalten auf der Stirn! Beim letzten Foto auf der Treppe zum Lufthansa-Airbus «Wuppertal» schauten Julian Nagelsmann und die Nationalelf mit Geburtstagskind Oliver Baumann (36) besorgt nach oben. Über dem Airport in Frankfurt brauten sich dunkle Gewitterwolken zusammen. Von dort startete der etwa 60 Personen starke DFB-Tross mit dem Flug «LH 434» zur ersten Station nach Chicago.

Das Wetter sorgte direkt für Probleme: Mit beinahe 30 Minuten Verzögerung hob die Maschine erst am Mittag ab. „Wir sind froh, dass uns das Gewitter nicht erwischt hat“, äußerte sich der Pilot des Airbus 350 erleichtert. Doch eine viel entscheidendere Frage schwebt über der neunstündigen Reise: Wo und wann gibt es das finale WM-Foto?

Endet es wieder in einer frühen Enttäuschung, wie bei den Turnieren 2018 in Russland und 2022 in Katar? Gibt es ein Herzschlag-Finale in der K.o.-Phase? Oder am Ende der Jubel, nach sieben gemeinsamen Wochen, mit der goldenen Trophäe in New York?

„Jeder träumt vom Titel“

„Bei einem Turnier anzutreten, da hat jeder den Traum, es zu gewinnen. Wir auch. Wir werden alles reinhauen“, verkündete WM-Neuling Aleksandar Pavlovic. Er weiß, wie sich Siege anfühlen: In der abgelaufenen Spielzeit konnte er mit dem FC Bayern die Meisterschale und den DFB-Pokal hochhalten. Der 22-jährige Mittelfeldakteur folgt aber auch dem Mantra, das Bundestrainer Nagelsmann der Mannschaft eingebläut hat: „Wir denken step by step, Spiel für Spiel, Training für Training.“

WM-Vorbereitung - Abflug Fußball-Nationalmannschaft

Copyright: Florian Wiegand/dpa

Kurz vor dem Start: Torwart Manuel Neuer (l) und Co. starten die WM-Mission.

Angekommen im Viertel Gold Coast, fehlt es der DFB-Elf an nichts. Hier im edlen Hotel «Waldorf Astoria» soll auch Kai Havertz nach seinem Einsatz im Champions-League-Finale als letzter Spieler zum Team dazukommen. Von WM-Fieber ist hier aber keine Spur. Schwarz-rot-goldene Flaggen? Wird es nicht geben, erklärte ein Angestellter des Hotels vor dem Eintreffen der berühmten Gäste aus Deutschland. Alle Besucher würden diskret behandelt. Die USA sind eben immer noch keine Fußball-Nation.

Training auf Schweinsteigers Spuren

Für den 26-köpfigen Kader mit Rückkehrer und Turnier-Routinier Manuel Neuer ist Chicago die erste Station. Die deutschen Stars wohnen mit Aussicht auf den Lake Michigan. Nur etwa 20 Fahrminuten entfernt befindet sich die Trainingsanlage von Chicago Fire, dem früheren Verein von Bastian Schweinsteiger.

Dort wird Nagelsmann die Nationalmannschaft unter Ausschluss der Öffentlichkeit für den entscheidenden WM-Test fit machen. Dieser steigt am Samstag (20.30 Uhr/RTL) im Soldier Field. Der Gegner ist ausgerechnet die USA – für den Bundestrainer ist das wie eine Rückkehr zum Anfang.

Seine Zeit als Chefcoach der Nationalelf startete nämlich mit einer Reise durch die USA. Das erste Länderspiel unter seiner Leitung fand am 14. Oktober 2023 in Hartford statt – und der Gegner war das US-Team.

Fußball-WM - Hotel Waldorf Astoria in Chicago

Copyright: Christian Charisius/dpa

Im Hotel Waldorf Astoria (l, weiß) logieren die DFB-Kicker.

Damals gewann Deutschland mit 3:1 durch Treffer von Ilkay Gündogan, Niclas Füllkrug und Jamal Musiala. Jetzt will Nagelsmann bei seiner Rückkehr in die USA im zweiten Teil der WM-Vorbereitung die Abläufe weiter „einschleifen, die wir seit drei Jahren machen“. Auch wenn die Mannschaft heute personell ganz anders aussieht.

Rudi Völler verbindet mit Chicago und dem Soldier Field, das Platz für etwa 60.000 Fans bietet, sehr spezielle Momente. „Meine letzte WM als Spieler, die war in den USA. Jetzt geht's wieder dorthin. Ich freue mich auch auf die Woche in Chicago“, erklärte der DFB-Sportdirektor, der heute 66 Jahre alt ist.

Völlers Gänsehaut-Erinnerung an Chicago

Im Jahr 1994 diente die Metropole am Lake Michigan, die diesmal kein Austragungsort ist, als Basislager für die deutsche Mannschaft. „Man kann es kurz anmerken, da habe ich mein letztes Tor geschossen für die Nationalmannschaft. Im Achtelfinale gegen die Belgier. War schön, hat mich gefreut“, erinnerte sich Völler.

Fußball-Nationalmannschaft startet in die WM-Vorbereitung

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Rudi Völler erinnert an seine WM-Erfahrungen 1994 in Chicago. (Archivbild)

Bei dem 3:2-Sieg im Achtelfinale gegen die Belgier netzte der damals 34-Jährige gleich doppelt ein. Doch im nächsten Spiel war für den amtierenden Champion Schluss. Eine bittere Pleite. In diesem Jahr muss die deutsche Elf diesen Punkt erst mal erreichen.

Immerhin: Die erwartete Hitzewelle blieb Nagelsmann und Völler zunächst erspart. Bei der Ankunft zeigte sich Chicago mit angenehmen 25 Grad von seiner frühsommerlichen Seite. Ein leichter Wind vom See macht deutlich, wieso die Metropole den Spitznamen „Windy City“ trägt. Erst zum letzten Testspiel gegen die USA wird es wohl wärmer. Am Montag geht die Reise für den DFB-Tross weiter zum WM-Lager in Winston-Salem (North Carolina).

Jetlag-Kampf: „Trinken, schlafen!“

Bevor es am 14. Juni in Houston (Texas) gegen WM-Debütant Curaçao ernst wird, steht die Gewöhnung an die lokalen Gegebenheiten im Vordergrund. In Chicago muss eine Zeitverschiebung von sieben Stunden zu Deutschland bewältigt werden. Die Spieler von Bayern und Dortmund im Team sind dieses Vorgehen von der Club-WM im Vorjahr gewohnt.

„Die Bedingungen sind nicht einfach“, ist sich Kapitän Kimmich bewusst. „Genügend trinken, gut schlafen“, zählt Jonathan Tah als die wichtigsten ersten Maßnahmen auf: „Da gibt es schon ein paar Tools, die man irgendwie nutzen kann, um den Strapazen entgegenzuwirken.“ Doch der 30-jährige Verteidiger will sich nicht beschweren. (dpa/red)

„Wir haben Kraft für so eine strapaziöse WM. Ich freue mich extrem auf das Turnier. Ich freue mich extrem auf jedes einzelne Spiel. Und ich werde in jedem Spiel bereit sein, Vollgas zu geben“, versprach der Profi vom FC Bayern.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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