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Kessler spricht MachtwortKurioser Zwischenstopp: FC flieht an Karneval aus Köln

Aktualisiert

Der 1. FC Köln spielt am Karnevalssamstag beim VfB Stuttgart. Um den Fokus auf das Spiel zu richten, sperrt FC-Boss Thomas Kessler die Mannschaft vorher vom Karneval aus. 

Es ist jedes Jahr die gleiche Frage: Wie geht man beim 1. FC Köln mit dem Karneval um? Auf der einen Seite ist man stolz, ein Karnevalsverein zu sein, auf der anderen Seite haben die Feierlichkeiten in den vergangenen Jahren regelmäßig für Katerstimmung gesorgt.

Vor allem letztes Jahr brannte der Baum, weil drei Spieler (darunter der aktuell verletzte Linton Maina) trotz einer internen Absprache feiern gegangen waren. Vier Profis meldeten sich während der jecken Tage krank ab.

FC trainiert auf dem DFB-Campus in Frankfurt

Auch bei Steffen Baumgart herrschte 2023 eher Alarm statt Alaaf. Der Ex-Coach gab damals nach dem Fastelovend offen zu: „Das hat uns nicht gutgetan. Das muss ich definitiv feststellen.“

Damit der FC dieses Jahr skandal- und unfallfrei durchkommt, hat Thomas Kessler ein Karnevals-Machtwort gesprochen. Er zieht die Mannschaft aus dem Trubel raus. Denn der FC-Tross macht sich bereits an Altweiber nach dem Training auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Stuttgart (Samstag, 18.30 Uhr) und damit einen Tag früher als üblich.

„Das war eine bewusste Entscheidung“, sagt der Geschäftsführer im Gespräch mit EXPRESS.de. Die habe er auch nicht zur Diskussion gestellt. Er erklärt: „Wir wissen, was diese Woche in Köln bedeutet. Gleichzeitig sind wir eine Profimannschaft. Am Donnerstag trainieren wir hier und bereiten uns dann in Ruhe auf das Spiel vor.“

Kurios: Die Mannschaft fährt nicht sofort nach Stuttgart, sondern legt einen Zwischenstopp in Frankfurt ein. Dort wird Lukas Kwasniok am Freitag ein Training auf dem DFB-Campus leiten, ehe die Reise weitergeht Richtung Schwabenland. „Dafür sind wir dem DFB und Andreas Rettig dankbar“, sagt Kessler.

Erst am Montag wird das Karnevalsverbot aufgehoben. Da fährt der FC traditionell mit eigenem Wagen auf dem Rosenmontagszug mit. Die Besetzung des FC-Wagens steht auch schon fest.

Während vergangenes Jahr Leart Pacarada, Luca Waldschmidt und Dominique Heintz mit von der Partie waren, sind dieses Mal Ragnar Ache, Said El Mala und Coach Lukas Kwasniok dabei. Für den Trainer ist es seine Zoch-Premiere, nachdem er am 11.11. bereits einen ersten Eindruck vom bunten Treiben in der Stadt bekommen hat.

Thomas Kessler, der letztes Jahr ebenfalls auf dem Wagen mitfuhr, ist auch wieder dabei, allerdings geht er dem FC fremd. Er erzählt stolz: „Ich freue mich sehr, dass ich mit meiner Frau erstmals auf dem Rosenmontagswagen der Roten Funken mitfahren darf. Das ist etwas Besonderes.“

Zwei Nachwuchsspieler, die beim 1. FC Köln durchstarten wollen: Youssoupha Niang und Etienne Borie (hier am 18. Juli 2025).

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