Abo

Castro-Montes-ErsatzFC-Profi umgeschult: „Andere Lösung anvisiert“

Sebastian Sebulonsen entwischt Wolfsburgs Dzenan Pejcinovic.

Sebastian Sebulonsen überzeugt beim 1. FC Köln in den vergangenen Wochen auf bis dato ungewohnter Position. 

Aktualisiert

Der 1. FC Köln muss gegen RB Leipzig auf Alessio Castro-Montes verzichten. Als Ersatz stünde Sebastian Sebulonsen parat, doch Trainer Lukas Kwasniok hat inzwischen andere Pläne mit dem Norweger.

Es ist wie verhext beim 1. FC Köln. Kaum kommen die vielen Verletzten in der Defensive Stück für Stück zurück, erwischt es direkt die nächsten. Mit Alessio Castro-Montes und Linton Maina hat es zwei Profis betroffen, die gerade erst so richtig in Fahrt gekommen waren.

Während der Ausfall von Maina leicht(er) zu kompensieren sein dürfte, stellt der Ausfall von Castro-Montes seinen Trainer vor die nächste knifflige Aufgabe. Denn nach dem Abgang von Jusuf Gazibegovic gibt es keinen klassischen Rechtsverteidiger mehr im Kader – mit Ausnahme von Sebastian Sebulonsen.

Joel Schmied ist noch kein Kandidat für die Startelf

Doch der Norweger hat in den vergangenen Wochen derart starke Leistungen in der Innenverteidigung gezeigt, dass Kwasniok ihn inzwischen eher in der Abwehrmitte sieht.

Das gilt auch für das Heimspiel gegen RB Leipzig. „Seb wird im zentralen Bereich beginnen, weil er das sehr gut gemacht hat,“ verriet er vor dem Duell mit dem Dosen-Klub: „Wir visieren eine andere Lösung auf der Rechtsverteidiger-Position an.“

Doch wie könnte die aussehen? In einer Viererkette wären alle denkbaren Varianten höchstens Notlösungen, sollte der FC mit einer Dreierkette beginnen, würde sich Jan Thielmann anbieten. Wenngleich es nicht seine Lieblingsposition ist und er in den vergangenen Wochen einen Durchhänger hatte.

In der Dreierkette würden dann Rav van den Berg, Sebastian Sebulonsen und Cenk Özkacar verteidigen. Joel Schmied steht zwar erstmals seit seiner schweren Verletzung, die er sich Ende November gegen Frankfurt zugezogen hatte, wieder im Kader, ist aber noch kein Thema für die Startelf.

„Er hat das letzte Spiel vor drei Monaten gemacht. Es macht keinen Sinn, ihn gegen die extrem schnellen Jungs von Leipzig auflaufen zu lassen, wenn du andere Optionen hast wie Seb. Das wäre fahrlässig von mir. Er wird daher nicht beginnen“, sagt Kwasniok.

Sebulonsen hat sich damit erstmal als Innenverteidiger festgespielt. Inzwischen spielt der lernwillige Norweger die Position mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit.

„Man kann sagen, dass er sich dort fast schon wohler als auf der Schiene fühlt. Wir haben ihn umfunktioniert, weil er das wollte. Er hat sich darauf eingelassen und will sich verbessern. Das ist die Attitüde, die wir brauchen“, sagt Kwasniok zuletzt über die gelungene Maßnahme.

Zwei Nachwuchsspieler, die beim 1. FC Köln durchstarten wollen: Youssoupha Niang und Etienne Borie (hier am 18. Juli 2025).

Jugend-Rausch

Kwasniok hat FC-Talent auf dem Zettel: „Großen Schritt gemacht“