Der 1. FC Köln hat im Winter-Transferfenster auf den letzten Drücker Felipe Chavez geholt. Lukas Kwasniok ist nach den ersten Eindrücken bereits vollends angetan vom Talent des FC Bayern München.
„Sieht ein Blinder mit einem Auge“So soll Chavez den FC besser machen

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Felipe Chavez (r.) verstärkt in der Rückrunde das Mittelfeld des 1. FC Köln.
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Der 1. FC Köln hat einen neuen Wirbelwind. Felipe Chavez hat in den ersten Tagen nach seiner Leihe von den Bayern ans Geißbockheim einen erfrischenden Eindruck hinterlassen.
Der peruanische Youngster soll in den kommenden Wochen und Monaten die spielerische Qualität im Mittelfeld signifikant erhöhen. Sein Potenzial hat er bereits in den ersten Trainingseinheiten angedeutet.
Claudio Pizarro lobt Landsmann Chavez in höchsten Tönen
„Dass er einen starken linken Fuß hat, das sieht ein Blinder mit einem Auge sofort“, sagt Lukas Kwasniok: „Was ihn von vielen guten Fußballern unterscheidet, ist sein schlaues Verhalten, um den Ball zu bekommen. Er spielt einen Pass und ist dann weiterhin aktiv. So kann er trotz körperlicher Nachteile gegenüber großen Spielern auf Bundesliga-Niveau Akzente setzen.“
Dabei ist das Bayern-Talent, das bereits erste Bundesliga-Minuten im Starensemble von Vincent Kompany schnuppern durfte, vielseitig einsetzbar. Chavez kann sowohl Sechser, Achter, als auch Zehner spielen.
„Pippo ist trotz seines Alters bereits sehr spielintelligent und sorgt mit seinen Pässen im letzten Drittel regelmäßig für Torgefahr. Mit seinen Stärken im Spielaufbau kann er das fehlende Puzzleteil zwischen Defensive und Offensive beim FC werden“, schwärmt Bundesliga-Legende und Landsmann Claudio Pizarro gegenüber EXPRESS.de.
Für Kwasniok hänge die Rolle des Youngsters vor allem „von der Gesamtausrichtung ab“. Beim Heimspiel gegen RB Leipzig, wo der FC den dritten Heimsieg in Folge anstrebt, will der Coach den neuen Mann aber noch nicht von der Leine lassen – zumindest nicht von Anfang an.
„Nein“, antwortete er auf EXPRESS.de-Nachfrage, ob Chavez bereits ein Startelf-Kandidat sei: „Ich lehne mich aus dem Fenster und sage, er wird nicht beginnen.“
Die Erklärung ist relativ simpel. Gegen den Dosen-Klub sind andere Attribute im Mittelfeld gefragt, da braucht es Kämpfertypen wie Tom Krauß und Eric Martel, die den feinen Technikern von RB die Lust am Fußballspielen nehmen.
„Gegen Leipzig wird der Platz sehr groß und der Weg zum Tor sehr weit werden. Ich gehe nicht davon aus, dass wir ein balldominantes Spiel von uns sehen werden. Ich würde dem Spieler damit keinen Gefallen tun“, sagt Kwasniok: „Felipe kann das Spiel für uns vor allem hinten raus ankurbeln.“

