Am Sonntag trifft der 1. FC Köln im Heimspiel auf RB Leipzig. Vor dem Duell ist die personelle Lage angespannt, einige Spieler fallen aus. Trainer Lukas Kwasniok sprach am Freitag über die Situation.
FC-SeucheKwasniok erklärt Kölns Muskel-Probleme – kuriose Maina-Verletzung
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Am liebsten wäre Trainer Lukas Kwasniok (44) natürlich mit seiner Bestbesetzung gegen RB Leipzig angetreten, doch im Vorfeld hat es die nächsten Profis erwischt! Der FC kann die Verletzungs-Seuche in dieser Saison einfach nicht abschütteln.
Diesmal traf es ausgerechnet Spieler, die zuletzt aufsteigende Form zeigten: Linton Maina (Siegtorschütze gegen Wolfsburg) muss mit einem Rippenbruch pausieren, Alessio Castro-Montes fällt mit einer strukturellen Muskelverletzung länger aus. Der Belgier glänzte in diesem Jahr und bekam viel Spielzeit.
Zahlreiche FC-Verletzungen: Kwasniok spricht auch von Sicherheitsmaßnahmen
Bei Maina kann man durchaus von einer kuriosen Verletzung sprechen – er hat sich ohne Gegenspieler die Rippe gebrochen!
„Da gab es keinen Impact. Das ist bei einer Torabschlussaktion im Training passiert. Er hat sich verrenkt oder Ähnliches“, schildert Kwasniok die unglückliche Szene. Wie lange Maina ausfallen wird, „hängt von seinem Schmerzempfinden ab“. Es könnten aber einige Wochen sein.
Zudem fallen gegen Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr, DAZN und Liveticker auf EXPRESS.de) die Verteidiger Jahmai Simpson-Pusey und Dominique Heintz nach ihren Muskelverletzungen noch aus. Beide konnten zwar individuell trainieren, waren aber noch nicht im Mannschaftstraining dabei.
Dem Einsatz von Marius Bülter steht nichts im Wege. Der Angreifer bekam unter der Woche einen Schlag auf den Fuß, wonach sein Knie Probleme bereitete, am Freitag war er aber wieder problemlos bei der Einheit dabei.
Kwasniok will nicht klagen: „Ich versuche vorzuleben, dass es zu unserem Job dazugehört. Wir haben bisher immer mit elf Spielern begonnen und werden das wieder hinbekommen. Ich vertraue dem Kader. Aber es tut mir für die Jungs unheimlich leid, weil sie jetzt gut drauf gewesen sind. Es ist schade.“ Jetzt hätten andere die Chance, sich in den Vordergrund zu spielen. „Vielleicht explodiert ja der Nächste am Sonntag“, hofft Kwasniok.
Dass es zuletzt viele Muskelverletzungen gab (Schmied, zweimal Heintz, Simpson-Pusey und Castro-Montes) will der FC-Coach nicht an der Trainingssteuerung festmachen.
„Es ist ja nicht so, dass es dauerhaft der Fall ist. Ich denke, grundsätzlich werden Muskelverletzungen zunehmen, weil die Diagnostik genauer ist. Die Spieler merken etwas, gehen ins MRT und man sieht was. Dann fehlen sie zwei bis vier Wochen. Da ist auch eine gewisse Vorsicht dabei. Früher hätte man vielleicht weitergespielt, bis der Muskel wirklich durch war. Jetzt nimmt man sie raus, damit nichts Schlimmeres passiert.“
Der Coach selbst achtet schon genau darauf, wie er wen einsetzt. So pausierte Castro-Montes gegen die Bayern in der Englischen Woche, weil er zuvor nicht so oft gespielt hatte. Simpson-Pusey hatte drei Einsätze in Folge, weil Kwasniok kaum Alternativen hatte. Schmied kehrt nun in den Kader zurück, wird aber nicht starten.
Kwasniok erklärt: „Bei Monty und Jahmai war es jetzt einfach die Summe der Spiele, weil sie lange nicht gespielt haben. Das lässt sich dann nicht so leicht verhindern. Vor allem, weil sie performt haben – da will man sie dann natürlich auch auf dem Platz haben und geht ein gewisses Risiko ein.“


