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Geht jetzt alles ganz schnell?Erste Trainerentscheidung beim FC gefallen

Am Montag fanden die ersten Gespräche beim 1. FC Köln bezüglich der Trainerfrage statt. Geht jetzt alles ganz schnell?

Thomas Kessler (40) wollte am Montagabend lieber nicht mit den Journalisten reden. Der Sportgeschäftsführer des 1. FC Köln verschwand grinsend in die Flora zur Saisonabschlussfeier. Kessler meinte, es gebe keine Neuigkeiten zu verkünden.

Doch nach EXPRESS.de-Informationen ist die erste Trainer-Entscheidung schon gefallen. Und die lautet: Kessler rückt nicht von Trainer René Wagner (37) ab! Der Sportchef will es auch in der neuen Saison mit dem jungen Coach probieren.

Philipp Türoff: „Wir haben mit René Wagner unsere Saisonziele erreicht“

Auch das 1:3 gegen Heidenheim und das 1:5 gegen die Bayern sollen Kessler nicht zum Umdenken bewegt haben. Geht jetzt alles ganz schnell?

Dem Vernehmen nach wird der Gemeinsame Ausschuss Kesslers Vorschlag durchwinken. Doch es gab und gibt noch kontroverse Diskussionen. Sollte Wagner scheitern, dürfte auch Kessler intern mehr in die Kritik geraten.

Der Wagner-Plan birgt jedenfalls ein hohes Risiko, denn er hat in seinen sieben Spielen nur einen Punkteschnitt von 0,86 erreicht. Eigentlich indiskutabel. Doch beim FC glauben einige an den Coach! Kessler sprach am Montag zwar nicht, dafür sein Geschäftsführer-Kollege Philipp Türoff.

Er sprang Kessler zur Seite: „Wir haben einen Trainer und mussten in der Saison schon eine Entscheidung treffen. Wir haben mit René Wagner unsere Saisonziele erreicht. Jetzt setzen wir uns mit René zusammen und reden nicht mehr über die abgelaufene Saison, sondern über die neue. Was ist Renés Vision? Was hat er vor, was brauchen wir? Auf der Basis werden wir dann eine Entscheidung treffen. Ob wir das mit ihm machen, oder einen anderen holen – diese Arbeit passiert genau jetzt.“

Türoff weiß, dass Eile geboten ist: „Der Trainer ist eine der wichtigsten Personen bei der Kaderzusammenstellung.“ Für ihn wäre ein Coach aus den eigenen Reihen ideal.

Nach Erich Rutemöller und Christoph Daum, Frank Schaefer oder Stefan Ruthenbeck wäre Wagner mal wieder einer, der aus dem Klub zum Profitrainer wird: „Ich bin totaler Befürworter davon. Das Entscheidende ist Kompetenz, aber es schadet nicht, wenn man die Leute kennt, die man befördert. Und diese den FC kennen. Das sind Argumente für Wagner. Es ist nicht seine erste Amtszeit hier. Ich wäre total begeistert davon, wenn der FC so eine Entscheidung trifft. Ähnlich, wie es auch bei den Geschäftsführer-Positionen zuletzt war.“

Kessler und Philipp Liesenfeld sind auch Kinder des FC und jetzt an der Spitze. Türoff betonte und sprach wohl auch für Kessler: „Wir halten Wagner für sehr kompetent, sonst hätten wir ihm das nicht anvertraut.“ Vor einer Verkündung, werde aber noch weiter analysiert.

Doch nicht mehr lange, wie FC-Präsident Jörn Stobbe sagte: „Die nächsten Schritte sind, dass wir ganz schnell eine Trainerentscheidung treffen. Wagner ist auf jeden Fall in der Pole Position. Ich habe ihn positiv wahrgenommen. Er hat eine Mission erfüllt. Was ihn am meisten auszeichnet, ist, dass er sich nicht in den Vordergrund spielt. Ihm nimmt man glaubhaft ab, dass es ihm um den FC und den Erfolg der Mannschaft geht.“

Das klingt, als müsse man nicht mehr lange überlegen. Stobbe grinste: „Nicht lange, aber intensiv.“

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