Der SC Freiburg hat im Finale der Europa League gegen Aston Villa zwei Wirkungstreffer kurz vor der Pause kassiert. RTL-Experte Lothar Matthäus ärgerte sich über das Defensivverhalten.
„Passt hinten und vorne nicht“Freiburg-Szene macht Matthäus fassungslos

Was für ein Nackenschlag für den SC Freiburg! Mit einem Doppelschlag und einem 0:2-Rückstand schickte Aston Villa den Bundesligisten im Finale der Europa League schwer angeschlagen in die Halbzeit. Der Traum vom Titel rückte am Mittwochabend (20. Mai 2026) gegen 21.50 Uhr in ganz weite Ferne.
Nachdem der SC fast die gesamte Halbzeit lang diszipliniert verteidigt hatte, erlaubten sich die Schützlinge von Julian Schuster (41) kurz vor der Pause zwei Unachtsamkeiten. Aston Villa bestrafte die mit zwei Traumtoren eiskalt. Besonders der zweite Treffer machte Experte Lothar Matthäus (64) in der Live-Übertragung bei RTL fassungslos.
Freiburg für Nachlässigkeit eiskalt bestraft
Wenige Sekunden vor der Pause hatten die Freiburger eine Angriffswelle der Briten eigentlich gestoppt, doch Kapitän Vincenzo Grifo (33) schenkte den Ball unerklärlicherweise mit einem Pass ins Nichts wieder her. Gedanklich schien allerdings nicht nur der Standard-Spezialist schon in der Kabine, sondern auch Teamkollege Johan Manzambi (20).
Der Schweizer trabte unmotiviert durch den linken Halbraum, ignorierte dabei zunächst auch Grifos Anweisung, den in seinem Rücken stehenden John McGinn (31) zu decken.
Als genau der angespielt wurde, joggte Manzambi entspannt und halbherzig nach hinten, stellte so nicht den komplett freien Emiliano Buendía (29) zu und ließ Grifo alleine gegen zwei Gegenspieler.
Der freistehende Buendía wurde von McGinn angespielt, konnte von halbrechts unbedrängt in die Mitte ziehen und den Ball mit einem perfekten Schlenzer aus rund 20 Metern im langen Eck versenken. Schon die Vorentscheidung im Finale?
Matthäus schimpfte am RTL-Mikrofon über das Defensivverhalten und zeigte sich fassungslos von der Freiburger Nachlässigkeit: „Schau dir das Unterzahlspiel an, die Zuordnung passt hinten und vorne nicht. Man lässt sie spielen, ist zu weit entfernt vom Gegenspieler. Auch Unstimmigkeiten zwischen Grifo und Manzambi, jeder deutet dem anderen an: Geh hin, ich bleibe – oder umgekehrt.“
