Der 1. FC Köln war zu Beginn der Transfer-Phase an Edson Álvarez interessiert. Doch dessen Wechsel-Pläne konkretisierten sich nicht.
Komplett verzocktTransfer-Ernüchterung bei FC-Wunschspieler

Sein Name war eines der ersten Gerüchte eines turbulenten Transfer-Sommers beim 1. FC Köln: Schon vor Beginn der Vorbereitung geisterten Spekulationen um eine Leihe von Mexikos Kapitän Edson Álvarez (28) ums Geißbockheim.
Der 103-malige Nationalspieler wäre der Königstransfer fürs defensive Mittelfeld geworden, wo am Ende nach zähen Verhandlungen Rückkehrer Ellyes Skhiri (31) unterschrieb. Nicht nur der FC verhandelte in den vergangenen Wochen mit West Ham United, doch das Fazit nach dem Deadline Day fällt ernüchternd aus.
Keine Einigung im Poker um Edson Álvarez
Absteiger West Ham wollte einen der Topverdiener gerne von der Gehaltsliste haben, der Spieler hatte keine Lust auf die zweite englische Liga. Entsprechend war ein Wechsel das erklärte Ziel beider Parteien.
Ein Leih-Geschäft mit dem FC war angedacht, scheiterte aber am zu hohen Gehalt des Spielers in England. Für den Wechsel in die Bundesliga wollte Álvarez nicht die nötigen Abstriche machen.
Gerade aus Spanien hatte es auf der Zielgeraden mehrere Interessenten wie den FC Sevilla und Real Sociedad San Sebastián gegeben, zu einer Einigung kam es jedoch nicht. Und weil sich auch andere Spuren wieder verliefen, steht Álvarez nach dem Deadline Day in London unter Vertrag.
Wie die mexikanische Sport-Tageszeitung „Esto“ berichtete, soll sich auch West Ham mit seinen Forderungen schlicht verzockt haben. Keines der Angebote überzeugte die „Hammers“, die damit auf ihrem wechselwilligen Spieler sitzen bleiben.

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Edson Álvarez wird zunächst weiter für West Ham United spielen.
In den ersten vier Ligaspielen hatte Álvarez nicht im Kader gestanden, war für die Vereinssuche freigestellt. Von den sechs Pflichtspielen bestritt er bislang nur eines, das Erstrunden-Duell im Ligapokal gegen den FC Portsmouth (3:1).
Theoretisch könnte der Defensiv-Spezialist noch in eine der wenigen Ligen mit geöffnetem Transferfenster (z.B. Portugal, Griechenland oder Saudi-Arabien) wechseln, eine solche Entwicklung liegt aktuell allerdings nicht in der Luft. Ins Spieltags-Aufgebot schaffte es Álvarez beim 4:2-Sieg gegen Wolverhampton am Dienstag dennoch nicht.
Mit der Gewissheit, Álvarez wohl mindestens bis zum Winter auf der Gehaltsliste zu haben, könnte sich die Situation unter Trainer Nuno Espírito Santo (52) nun aber auch wieder ändern. Ob sich Álvarez bei seinem Klub noch einmal festspielen oder sich nur für das nächste Transferfenster ins Schaufenster stellen soll, zeigt sich dann im Januar.
