Der 1. FC Köln erlebt derzeit turbulente Tage. Für Ex-FC-Profi Jonas Hector gab es in seinem Podcast deshalb reichlich zu besprechen.
Kennt ihn noch aus Profi-ZeitenHector über Wagner: „Da muss ich mich mal umhören“

Natürlich gab es am Mittwoch (25. März) auch im Podcast „Schlag und Fertig“ des ehemaligen FC-Profis Jonas Hector in sportlicher Hinsicht einiges zu sagen.
Mit dem Kölner Comedian Fabian Köster besprach der Ex-Nationalspieler das turbulente Derby in Müngersdorf sowie die rigorose Trainer-Entscheidung von FC-Sportchef Thomas Kessler am Geißbockheim.
Jonas Hector über Derby-Enttäuschung: „Bin echt unzufrieden aus dem Spiel gegangen“
Zunächst stellte der einstige FC-Kapitän verdutzt fest, wie viele Cheftrainer der 1. FC Köln seit dem Podcast-Start bereits unter Vertrag hatte: „Mir ist das gestern mal bewusst geworden. In zweieinhalb Jahren haben wir schon den sechsten FC-Trainer mittlerweile.“
Doch angesichts der „mittelmäßigen“ Stimmung im Rhein-Energie-Stadion beim 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach am Wochenende sowie der mageren Punktebilanz von Lukas Kwasniok zuletzt ist auch dieser Wechsel für beide nachvollziehbar. „Also ich bin auch echt unzufrieden aus dem Spiel gegangen“, monierte Hector. „Da war deutlich mehr drin.“
Der Ex-Profi hatte die Partie im Stadion verfolgt. Die Stimmung vor dem Anpfiff war ausgelassen, die Fans heiß. Dann das frühe 0:1 – ein Dämpfer. Doch nur sieben Minuten später drehte Köln das Spiel und ging mit 2:1 in Führung. Die Euphorie kehrte zurück.
Umso unverständlicher war für Hector, was danach folgte. „Ich fand es irgendwie schade, dass das alles so abgeebbt ist“, sagte der 35-Jährige. Der FC habe in dieser Phase das Momentum gehabt, konnte es aber nicht nutzen. „Du führst 2:1, denkst: ‚Lauf die weiter an, überlauf die einfach bis zur Halbzeit, gib Vollgas – und dann machst du noch ein oder zwei Tore und das Ding ist durch.‘“
Stattdessen blieb das Pressing viel zu zaghaft, die Intensität sei zwar spürbar gewesen, ließ sich aber nicht in Druck ummünzen. „Das hätte ich mir als Fan gewünscht: einfach vorne draufgehen und alles anlaufen, was sich bewegt“, so Hector. Mit mehr Mut wäre aus seiner Sicht nicht nur ein höherer Sieg möglich gewesen – die Stimmung im Stadion wäre in der ersten Halbzeit noch einmal explodiert.
Jonas Hector ist gespannt auf FC-Trainer: „Fachlich bin ich überzeugt“
Doch es kam anders, und der FC sah sich gezwungen, Lukas Kwasniok zu entlassen. Auf den neu installierten FC-Coach René Wagner hält der einstige Abwehrspieler große Stücke: „Fachlich ist er super.“ Hector hatte unter Wagner trainiert, als dieser Co-Trainer von Steffen Baumgart in Köln war.
Cheftrainer sei allerdings nicht Co-Trainer: „Das wird spannend zu sehen. Er ist jetzt zum ersten Mal Cheftrainer. Da hast du immer ein anderes Verhältnis zu den Spielern. Als Co-Trainer kannst du teilweise auch Freund sein. Als Chef bist du ein bisschen distanzierter, denke ich mal.“
Ob Wagner gelingt, dieses „Gleichgewicht“ herzustellen? Hector ist gespannt: „Da muss ich mich mal umhören, so nach zwei Wochen oder drei Wochen, wie das denn läuft. Fachlich bin ich überzeugt, dass er das kann.“ Doch auch die Wahl des Co-Trainers mit Armin Reutershahn sei eine gute. „Der ist erfahren, der hat schon gefühlt alles miterlebt“, zeigte sich Hector optimistisch.


