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Platz komplett geräumtDarum spielte der FC trotzdem mit orangem Ball

Kampf um den Ball zwischen Jan Thielmann und Jonas Föhrenbach

Jan Thielmann und Jonas Föhrenbach im Duell um den orangen Ball im Spiel zwischen Heidenheim und Köln.

Den Start ins neue Jahr bestritt der 1. FC Köln mit dem ungewohnten orangefarbenen Ausweichball der Bundesliga. Das hatte Schiedsrichter Robert Schröder vor Anpfiff beschlossen.

Angenehm sind Auswärtsspiele beim 1. FC Heidenheim ohnehin nicht, doch die Bedingungen zum Jahresauftakt in der Bundesliga waren für den 1. FC Köln am Samstag (10. Januar 2026) besonders fordernd.

Direkt nach der Rückkehr aus dem Spanien-Trainingslager mit frühlingshaften Temperaturen von 15 Grad wartete auf dem Heidenheimer Schlossberg mit knappen Minusgraden und leichtem Schneefall eine komplett andere Wetter-Welt.

FC-Spielball in Heidenheim in Orange

Weil der Rasen allerdings komplett geräumt war und es bei Anpfiff nur leicht schneite, überraschte der Spielball in Orange. Aus der Vergangenheit dürften sich Fans vorwiegend an Spiele erinnern, bei denen der Ball erst im Laufe einer Partie zum Einsatz kam, wenn sich die Sichtverhältnisse allmählich verschlechterten.

Doch in der Voith-Arena brachte Schiedsrichter Robert Schröder (40) auf eigenen Wunsch schon zu Beginn der Partie Farbe ins Spiel – und dabei musste es dann auch bis zum Abpfiff bleiben.

Sky-Kommentator Kai Dittmann (59) klärte in der Anfangsphase dann über die Hintergründe auf, verantwortlich für die Entscheidung sei die Torlinientechnik. Bei veränderter Ballfarbe benötige die Technologie etwa zehn Minuten, um sich auf die neuen Gegebenheiten zu kalibrieren.

Hätte das FC-Spiel also zunächst mit dem weißen Bundesliga-Spielball begonnen, hätte die Torlinientechnik bei einer späteren Umstellung im Laufe der Begegnung zunächst nicht zuverlässig genutzt werden können. Und weil der orangefarbene Ball bei guten Sichtverhältnissen auch keinen Nachteil mit sich bringt, war die Sache beschlossen.

Mit den Verhältnissen kam Heidenheim auf dem Platz dann besser zurecht, per Traumtor von Marvin Pieringer (15.) und dank Julian Nihues (26.) gingen die Gastgeber zweimal in Führung, der FC konnte zunächst nur auf den ersten Treffer antworten, Eric Martel erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich (18.).