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„Das zeigt den Charakter“FC trotz Punktgewinn kritisch – eines macht Hoffnung

Zum Start ins neue Jahr gab es für den 1. FC Köln beim Auswärtsspiel in Heidenheim ein 2:2-Unentschieden. EXPRESS.de hat die wichtigsten Stimmen zum Spiel gesammelt.

Der 1. FC Köln hat sich am Samstag (10. Januar 2026) im ersten Pflichtspiel des Jahres gegen den 1. FC Heidenheim nach zweimaligem Rückstand noch ein Unentschieden erkämpft. Doch reicht das 2:2 gegen den Vorletzten?

Die Sieglos-Serie von nun sieben Spielen geht für die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok (44) zumindest weiter. Nach der Partie zeigten die Spieler und Verantwortlichen der Geißböcke deswegen gemischte Gefühle, immerhin machte die Moral der Mannschaft Hoffnung. EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt.

Eric Martel: „Waren echt unsauber in manchen Aktionen“

FC-Antreiber Eric Martel (23) über...

...das Unentschieden gegen Heidenheim: „Zum Schluss ärgert es einen vielleicht, weil wir die Chance hatten, das 3:2 noch zu machen. Das war schon eine recht deutliche Chance. Nichtsdestotrotz wissen wir alle, dass es hier sehr eklig ist in Heidenheim. Auch wenn wir 1:2 hinten waren, haben wir es geschafft, zurückzukommen und die Chance auf 3:2 zu haben. Das zeigt den Charakter der Mannschaft auf jeden Fall.“

...die Probleme der ersten Halbzeit: „Ich glaube, wir waren echt unsauber in manchen Aktionen, haben recht schnell die Bälle verloren, haben dann auch die Konter nicht gut verteidigt. So kommt dann Heidenheim auch zu Chancen, zu Standardsituationen, die wir natürlich vermeiden wollen. Dann schwimmst du halt erstmal hier in Heidenheim.“

...die Tabellensituation: „Ich glaube, es war wichtig, dass wir heute einfach nicht in Heidenheim verloren haben, sondern hier den Punkt wirklich mitgenommen haben. Und ich glaube, das ist für die Tabellensituation sehr wichtig für uns.

Flügelstürmer Jakub Kaminski (23) über...

...das Spiel und die Fehler vor den Toren: „Wir sind sehr gut reingekommen in der zweiten Halbzeit, haben eine sehr gute Chance, aber auch das Tor von Said geht so schnell. Wir konnten kämpfen, aber am Ende haben wir das Unentschieden. Das erste Tor war überragend, da konnten wir nichts machen. Das zweite können wir vielleicht besser im Strafraum verteidigen. Da war auch ein bisschen Glück dabei. Wir haben sehr viele Chancen kreiert, aber am Ende steht es 2:2.“

...über ein mögliches Foul an Castro-Montes vor dem zweiten Gegentor: „Ich sagte direkt zum Schiri, dass das ein klares Foul mit den Händen war. Dann fällt das Tor, das ist Fußball. Wir müssen das akzeptieren.“

Schwäbe: „Schön, dass es immer uns trifft – ironisch gemeint natürlich“

Köln-Kapitän Marvin Schwäbe (30) über...

...das Spiel: „Nach der ersten Hälfte, in der wir in Rückstand geraten, sind wir natürlich dann am Ende mit einem Punkt nicht unbedingt zufrieden, aber den können wir mitnehmen. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr gezeigt, wir konnten befreiter aufspielen, haben noch mal an ein paar Stellschrauben gedreht. Heidenheim hat sich dann auch ein bisschen zurückgezogen. Es ist uns natürlich gelegen gekommen. Deswegen hatten wir dann auch ein paar mehr Chancen. Ich glaube, mit den ganzen Chancen, die wir hatten, hätten wir auf jeden Fall auch gewinnen können.“

...sein Fazit zum Punktgewinn: „Dass wir hierherfahren und gewinnen wollen, ist klar. Da brauchen wir nicht drum herumreden. Natürlich muss man das dann immer so ein bisschen anpassen, wenn sie ein gefühltes Tor des Jahres schießen und wie wir in der Halbzeit mit einem 1:2 hinten liegen. Da müssen wir am Ende die zweite Hälfte sehen, die viel besser war, wo wir das Ding für uns hätten entscheiden können. Dass wir einen Punkt mitnehmen, ist zufriedenstellend.“

...das Traumtor zum 1:0 für Heidenheim: „Ich weiß gar nicht, wer dran war. War Eric (Martel, Anm. d. Red.) Ich sehe den Ball gefühlt erst über seinem Kopf, wenn er dann auch schon über mir eingeschlagen ist. Natürlich war es ein Tor, mit dem in dem Moment nicht zu rechnen war. Er trifft ihn halt überragend. Schön, dass es immer uns trifft – ironisch gemeint natürlich.“

Trainer Lukas Kwasniok (44) über das Spiel: „Ich glaube, dass wir einen guten Start ins Spiel hatten. Uns unterläuft leider ein Fehler im Spielaufbau vor dem 0:1. Die Reaktion war aber echt beachtlich von uns. Wir müssen heute mit dem Punkt leben, das ist auch in Ordnung. Wir konnten Heidenheim auf Distanz halten. Ich habe einen guten Geist, eine gute Attitüde meiner Mannschaft hier gesehen, mit keinem einzigen Spieler über 30 Jahre.“