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Wie schon vor einem JahrHSV schnappt FC wieder Neuzugang vor der Nase weg

Kofi Amoako während eines U20-Länderspiels im Deutschland-Trikot.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Kofi Amoako wechselt nicht zum 1. FC Köln, sondern zum Hamburger SV.

Der 1. FC Köln scheint wieder ein Transferduell gegen den Hamburger SV verloren zu haben. Ein gefragter Zweitliga-Kicker wechselt im Sommer nicht an den Rhein, sondern an die Elbe.

Der Klassenerhalt des 1. FC Köln steht seit rund einer Woche fest, ein externer Neuzugang ist für den anstehenden Transfer-Sommer allerdings noch nicht eingetütet.

Das wird auch vorerst so bleiben, denn: Der Hamburger SV hat dem FC jetzt erneut einen Spieler vor der Nase weggeschnappt. Das gab es vor knapp einem Jahr schon einmal.

1. FC Köln: Erinnerungen an Transfersommer 2025

Im Sommer 2025 hatten die Kölner Interesse daran, Rayan Philippe (25) von Eintracht Braunschweig in die Domstadt zu lotsen. Der FC konnte sich am Ende allerdings nicht durchsetzen, der Franzose entschied sich frühzeitig für einen Wechsel zum HSV.

Jetzt, knapp ein Jahr später, scheinen die Verantwortlichen ein Transfer-Déjà-vu zu erleben. Zuletzt wurde dem FC bereits Interesse an Kofi Amoako (20) von Dynamo Dresden nachgesagt.

Der deutsche U20-Nationalspieler würde dabei durchaus ins Kölner Beuteschema passen. Ein entwicklungsfähiger Spieler, der als Motor das Spiel antreibt und im defensiven Mittelfeld zuhause ist.

Mit diesem Profil hätte er gut in die Fußstapfen von Eric Martel treten können. Der Vertrag des 24-Jährigen läuft Ende Juni aus. Zwar hat Martel seit Monaten ein unterschriftsreifes Angebot vorliegen, eine Entscheidung steht aber weiter aus.

Ein Amoako-Transfer ans Geißbockheim hätte dem FC also ordentlich Druck aus der Personalie rausgenommen. Dazu kommt es aber nicht! Denn wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet, hat der HSV die Ausstiegsklausel in Amoakos Dresden-Vertrag aktiviert, der Wechsel stehe bereits fest.

Der 20-Jährige wird dadurch zum echten Schnäppchen. Laut Bericht wird eine Mini-Ablöse zwischen einer und zwei Millionen Euro fällig, im Winter habe es bereits Angebote aus der Premier League von sechs bis acht Millionen Euro gegeben.

Amoako kam im Sommer 2025 vom VfL Wolfsburg für rund 300.000 Euro nach Dresden, entwickelte sich dort schnell zum Leistungsträger und zu einem der besten Sechser der 2. Bundesliga. Seine ersten richtigen Schritte in der Bundesliga (2023 bereits zwei Mini-Einsätze für Wolfsburg) wird er nun also nicht mit dem Geißbock, sondern mit der HSV-Raute auf der Brust machen.

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