Said El Mala könnte den 1. FC Köln im Sommer für eine Rekordsumme in Richtung England verlassen. Das Zögern der England-Klubs kommt aber nicht von ungefähr, sondern hat Gründe.
FC hofft auf 50 Millionen EuroDarum zögern England-Klubs bei El-Mala-Summe

Der Poker um Said El Mala vom 1. FC Köln geht weiter. Mit dem FC Brentford ist nun der nächste Verein aus der Premier League eingestiegen. Die „Bees“ wollen dem FC ein Angebot über rund 40 Millionen Euro machen. Eine Summe, aber der Thomas Kessler und Co. ohnehin erst gesprächsbereit wären.
Denn insgeheim hoffen die FC-Verantwortlichen auf eine Ablöse von 50 Millionen Euro. Sollte der Kölner Shootingstar noch zur WM fahren und dort abliefern, stünden sogar 60 bis 70 Millionen Euro im Raum.
Said El Mala: Transfer-Flops als schlechtes Beispiel
Ein Selbstläufer wird das allerdings alles nicht, denn die englischen Vereine haben in den letzten Jahren nicht nur gute Erfahrungen mit XXL-Ablösen für U20-Spieler gemacht. Im Gegenteil: Unter den Top 10 der teuersten Youngster sind auch einige dicke Flops dabei.
So entpuppte sich auch der teuerste von allen nicht unbedingt als Glücksgriff. Satte 80 Millionen Euro zahlte Manchester United 2023 für Rasmus Hojlund, der die hohen Erwartungen allerdings nur selten erfüllen konnte. Nach zwei durchwachsenen Saisons mit insgesamt 14 Toren aus 62 Premier-League-Spielen wurde der dänische Stürmer im Sommer an den SSC Neapel verliehen. Immerhin deutet er dort seine Klasse an, erzielte bislang zehn Tore und gab fünf Vorlagen. Sein Marktwert ist seit der Verpflichtung dennoch drastisch gesunken.
Auch Liga-Konkurrent Chelsea, der sich auch im Rennen um El Mala befindet, lag schon deutlich daneben mit seinen Zukunftswetten. Krassestes Beispiel ist wohl Romeo Lavia, immerhin fünftteuerster U20-Spieler der Premier-League-Geschichte.
Der Belgier, der 2023 für 62 Millionen Euro geholt wurde, machte in den knapp drei Jahren lediglich 29 (!) Premier-League-Spiele und spielt im Star-Ensemble der „Blues“ keine Rolle. Sein Marktwert ist mittlerweile auf 25 Millionen Euro geschrumpft, das Geld in den Sand gesetzt.
Auch bei Christian Pulisic, der in der Bundesliga ähnlich wie El Mala für Furore gesorgt hat, ging der Plan nicht auf. Für 64 Millionen Euro hatten sich die Londoner Verantwortlichen sicher deutlich mehr erwartet als 20 Premier-League-Treffer in vier Jahren. 2023 verkaufte man den Offensivmann im besten Fußballer-Alter (25) mit 20 Millionen Euro Verlust an den AC Mailand.
Die Engländer haben zweifelsfrei die Kohle, doch nach den Erfahrungen der letzten Jahre überlegen sie inzwischen zweimal, in wen sie solche XXL-Summen investieren. Denn mit einer Ablöse von über 50 Millionen Euro wäre El Mala prompt in den Top 10, und das schürt entsprechende Erwartungen.

