Fürth vor dem Absturz: Eine ganze Epoche steht auf dem Spiel.
Fürth vor dem AbsturzNach fast 30 Jahren droht der Abstieg in die Drittklassigkeit

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Steht mit den Fürthern im Abstiegs-Endspiel unter extremem Druck: Trainer Heiko Vogel. (Archivbild)
Zittern in Fürth! Vor dem Schicksalsspiel um den Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga zeigt Trainer Heiko Vogel Verständnis für den brodelnden Unmut der Fans. „Wir sind in einer Situation, die maximal prekär ist“, betont der Coach vor der Partie gegen Fortuna Düsseldorf am Sonntag (15.30 Uhr/Sky). Für die Franken geht es darum, den Sturz in die 3. Liga zu verhindern. Vogel gesteht ein: „Alles andere als wütende und mit Unverständnis reagierende Fans wären nicht angebracht. Ich kann die Unruhe vollends verstehen“.
Der Zorn der Fans entlud sich nach der jüngsten 1:2-Pleite in Berlin. Obwohl das Team über eine Stunde in Überzahl agierte, verlor es. Die Spieler mussten sich daraufhin vor der Gästekurve wüste Beschimpfungen anhören. In dieser Woche starteten die Anhänger zudem eine Online-Petition, die sich gegen die Vereinsführung richtet. Ihr wird die Schuld am sportlichen Niedergang der letzten Monate zugeschoben. „Ich muss es ausblenden“, sagt Vogel dazu, ist sich aber bewusst, dass solche Aktionen „mit Sicherheit an sie herangetragen werden“.
Droht das Ende einer Ära?
Eine ganze Epoche steht für Fürth auf dem Spiel, denn seit der Saison 1997/98 gehört der Verein ununterbrochen der 1. oder 2. Liga an. Nun droht nach fast drei Jahrzehnten die Rückkehr in die Drittklassigkeit. Die Ausgangslage ist dabei brutal: Ein Remis oder eine Niederlage gegen Düsseldorf besiegeln den direkten Abstieg. Selbst ein Sieg mit weniger als drei Toren Differenz könnte nutzlos sein, falls Arminia Bielefeld (gegen Hertha BSC) und Eintracht Braunschweig (bei Schalke 04) nicht deutlich verlieren. Nur ein Sieg mit mehr als drei Toren Abstand sichert zumindest die Relegation und eröffnet die Chance auf die direkte Rettung.
Fürth braucht also zwingend einen Sieg. Der taktische Ansatz dafür sei aber „ein bisschen komplex“, so Vogel. Er warnt eindringlich vor blindem Anrennen: eine „kopflose Attacke, um das gewünschte Ergebnis schon in den ersten Minuten auf null zu stellen“, will er nicht sehen. „Das wäre fatal.“ (dpa/red)
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