Die Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende, die WM steht vor der Tür. Schafft es FC-Star Said El Mala ins Aufgebot? Torhüter Marvin Schwäbe hat eine klare Meinung dazu.
FC-Kapitän wird deutlichEl Mala zur WM? Schwäbe reicht nur eine Sache

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Torhüter Marvin Schwäbe beim Spiel des 1. FC Köln gegen den 1. FC Heidenheim.

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Die aktuelle Spielzeit befindet sich in den letzten Zügen! Für den 1. FC Köln steht am letzten Spieltag (16. Mai 2026/15.30 Uhr, Sky und im EXPRESS.de-Liveticker) das Duell beim FC Bayern München auf dem Programm.
Dabei kommt es zum Wiedersehen mit dem ehemaligen Kölner Jonas Urbig – auch wenn aller Voraussicht nach nicht auf dem Spielfeld. Manuel Neuer wird vermutlich das Tor der Bayern hüten, im Anschluss gibt es dann die große Meister-Sause.
Schwäbe traut Urbig das Neuer-Erbe zu
Urbig konnte in der laufenden Spielzeit bereits wertvolle Spielpraxis sammeln, um eines Tages das Neuer-Erbe anzutreten. Von seinen Qualitäten ist auch FC-Torhüter Marvin Schwäbe überzeugt, der den 22-Jährigen aus seiner Zeit am Geißbockheim gut kennt.
„Er hat schon bei uns sein Potenzial gezeigt, dass er ein sehr guter Torwart sein und werden kann. Jetzt ist er sehr gut daran gereift, in den ersten eineinhalb Jahren in München knapp 30 Spiele gemacht zu haben. Das spricht für ihn, für seine Entwicklung. Das weitere Jahr gemeinsam mit Neuer wird ihm nochmal enorm guttun. Dann wird er auf dem Stand sein, dieses Amt übernehmen zu können“, so Schwäbe vor dem Duell gegenüber „Merkur.de“.
Wie am Freitag (15. Mai) bekannt wurde, wird Neuer seinen Vertrag beim FC Bayern noch einmal um ein weiteres Jahr verlängern. Mit seinen starken Leistungen, unter anderem im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid, hat der 40-Jährige gezeigt, dass er es immer noch kann. Das ist auch an Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht vorbeigegangen, eine WM-Teilnahme scheint plötzlich wieder möglich.
Urbig erhält in München jedoch immer mehr Spielzeit, um bereit zu sein, wenn Neuer abtritt. „Jeder will spielen, deswegen ist Jobsharing auf so einer Position, auf der es um Rhythmus geht, schwierig. Aber die Situation in München ist speziell. Es ist eben nicht normal, dass Manuel Neuer mit 40 derart überragend hält. Und so, wie es derzeit läuft, funktioniert es ja wunderbar“, betont Schwäbe.
Eine weitere Personalie, die ebenfalls auf Nagelsmanns Zettel sein dürfte, ist Shootingstar Said El Mala. Es bleibt abzuwarten, ob der Offensivkünstler es in das WM-Aufgebot schaffen wird. Schwäbe hat dazu jedenfalls eine klare Meinung.
„Warum nicht? Said hat super Qualitäten, kann unbekümmert aufspielen, hat in seiner ersten Bundesliga-Saison gezeigt, zu was er fähig ist. Allein seine Jokertore sprechen für sich. Diesen Job könnte er bei der WM perfekt ausüben“, so der FC-Kapitän.
Doch bevor in den Köpfen aller Spieler und Fans der WM-Hype losgeht, wollen die Kölner sich am Samstag gebührend aus der Saison verabschieden – auch wenn man mit dem FC Bayern einen schier übermächtigen Gegner vor der Brust hat.
Schwäbe erklärt: „Ein Sieg gegen die Bayern ist ja immer etwas Besonderes – ich persönlich habe es noch nie geschafft. Auf der anderen Seite weiß man auch, dass es diese Saison nur Augsburg geschafft hat, sie in der Liga zu schlagen. Sich da einzureihen, in die Sommerpause mit dem Gefühl zu gehen, in München bestanden oder gar gewonnen zu haben – das wäre natürlich ein Push für uns zum Abschluss.“
Immerhin hat der FC, auch wenn am Ende eine Niederlage auf der Anzeigetafel stand, in der laufenden Spielzeit schon zweimal (im DFB-Pokal und der Bundesliga-Hinrunde) gegen die Münchner geführt. „Daran gilt es anzuknüpfen. Wir haben in beiden Spielen nicht schlecht ausgesehen. Vielleicht ist diesmal das Quäntchen Glück auf unserer Seite“, sagt Schwäbe.

