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Gastgeber abgezockterMensch, FC! Da war mehr drin im Breisgau

Aktualisiert

Der 1. FC Köln musste am Sonntagabend beim SC Freiburg ran. Auch Köln konnte im Breisgau nicht gewinnen, seit 14 Heimspielen bleibt der SCF daheim ohne Niederlage.

Mensch FC, da war wesentlich mehr drin!

Der 1. FC Köln verlor am Sonntagabend (25. Januar 2026) mit 1:2 beim SC Freiburg. Die Gastgeber spielten daheim nicht die Sterne vom Himmel, waren aber in den entscheidenden Situationen eiskalt und abgezockter als die Kölner. Nach 19 Spieltagen bleibt der FC mit 20 Punkten auf Rang zehn in der Tabelle. Die Freiburger kletterten mit 27 Punkten auf Rang sieben.

1. FC Köln belohnte sich nicht für hohen Aufwand

Nach knapp zwei Minuten hatte Linton Maina die erste Chance des Spiels, doch sein Schussversuch kullerte am Tor vorbei. Wenig später fasste sich Marius Bülter ein Herz, zog aus gut 28 Metern ab – knapp drüber. Dann nahm die Partie nach zehn Minuten richtig Fahrt auf: Zunächst stolperte Max Rosenfelder eine Maina-Flanke ins eigene Tor. Hinter ihm hätte Ragnar Ache einschieben können, doch das übernahm der Freiburger mit einem Eigentor.

Die Kölner Freude hielt nur 91 Sekunden an, da klingelte es im Kasten von Marvin Schwäbe. Nach mehreren Versuchen, den Ball rauszuspielen, knackte Yuito Suzuki mit einem Pass in die Tiefe die FC-Abwehr. Derry Scherhant schloss zum 1:1 ab (11. Minute).

Nach teils turbulenten und abwechslungsreichen ersten 25 Minuten nahmen beide Mannschaften den Fuß vom Gas. Es gab kaum noch echte Chancen, Ache probierte es mit der Hacke, Maina mit einem Drehschuss, aber richtig gefährlich war das nicht. Freiburg hatte auch keinen richtigen Drang zum Tor mehr. Doch kurz vor der Pause schlugen die Hausherren eiskalt zu.

In der 44. Minute ließ Kölns Kristoffer Lund dem Freiburger Niklas Beste zu viel Platz bei der Flanke, von Matthias Ginter landete der Ball wieder bei Igor Matanovic, der einschieben konnte. Da waren die Gastgeber, die von den letzten 13 Heimspielen keins verloren haben, wieder in Führung. Die Kölner stapften unzufrieden in die Kabine. Freiburg war keinesfalls überragend, aber in vielen kleinen Aktionen griffiger, bissiger und konsequenter. Kwasniok tobte teilweise wie ein Rohrspatz an der Seitenlinie, holte zweimal Kapitän Schwäbe zu sich, um im Spiel zu korrigieren.

Nach der Pause hatte Ache dann die dicke Chance auf das 2:2. Doch nach der perfekten Flanke von Alessio Castro-Montes vergab er aus sieben Metern mit dem Kopf. Den musste er eigentlich machen, doch der Ball ging nichtmal aufs Tor. Bülter hatte wenig später die nächste Großchance, doch Kübler grätschte dazwischen. Köln probierte einiges, belohnte sich aber nicht.

Dann gab es Elfmeter für Freiburg: Castro-Montes warf sich in einen Schuss von Matanovic. Der Ball sprang vom Oberschenkel des Kölners an seinen Arm. Schiedrichter Bastian Dankert (Rostock) zeigte direkt auf den Punkt. Doch Köln konnte sich bei Schwäbe bedanken, der den Strafstoß von Matanovic parierte (67.). Kwasniok brachte für die letzte halbe Stunde Said El Mala (war unter der Woche krank) ins Spiel, Thielmann musste runter. 

Auch Eric Martel und Isak Johannesson wurden eingewechselt (für Krauß und Lund). In der 81. Minute zirkelte Castro-Montes einen Freistoß aus 20 Metern knapp drüber. Bülter kam bei einer Flanke nicht richtig hinter den Ball – der FC belohnte sich einfach nicht.

Kwasniok setzte alles auf eine Karte und brachte in der 85. Minute mit Youngster Fynn Schenten (18) und Luca Waldschmidt zwei weitere Offensivkräfte aufs Feld (für Maina und Rav van den Berg). Es sollte am diesem Tag nicht aufgehen. Nach dem 4:1 im Hinspiel fuhr der FC diesmal mit einem traurigen 1:2 nach Hause. Schon am Freitag geht es mit dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg weiter.

Mit gleich fünf Änderungen wirbelte Kwasniok die Startelf ordentlich durch: Für Simpson-Pusey, Özkacar, Martel, Johannesson und El Mala rückten Krauß, van den Berg, Lund, Thielmann und Ache in die Anfangsformation. Florian Kainz war gar nicht dabei. Schiedsrichter war Bastian Dankert aus Rostock.

So startete der FC in Freiburg: Schwäbe –Castro-Montes, van den Berg, Sebulonsen, Lund – Thielmann, Krauß, Kaminski, Maina – Bülter, Ache

Marius Bülter im Duell mit Yuito Suzuki.

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