Florian Kainz hängt seine Fußballschuhe nach dem Ende der Saison an den Nagel. Als letztes Ziel hat er den Klassenerhalt mit dem 1. FC Köln auserkoren. Die Frage ist, wie viel er selbst zur geplanten Rettung beitragen kann.
„Wird uns helfen“Kwasniok reagiert auf Karriereende – wird Kainz nochmal wichtig?

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Florian Kainz hängt seine Fußballschuhe nach dem Ende der laufenden Saison an den Nagel.
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Ein Urgestein geht von Bord. Florian Kainz sagt nach siebeneinhalb Jahren beim 1. FC Köln „Servus“. Der FC wird seine letzte Station sein, der Österreicher hängt seine Fußballschuhe im Sommer an den Nagel.
„Es war eine unglaubliche Reise. Vielen Dank für alles“, schrieb der Mittelfeldspieler in seiner Abschiedsbotschaft.
Kainz spielt unter Kwasniok keine Rolle mehr
Bis dahin hat „Kainzi“, der im Sommer 2023 nach dem Karriereende von Jonas Hector zwischenzeitlich sogar FC-Kapitän war, aber noch ein letztes großes Ziel: den Klassenerhalt mit seinem FC.
Die Frage ist nur, wie viel er selbst zur geplanten Rettung beitragen kann. Der Österreicher durfte in diesem Kalenderjahr erst eine einzige Minute ran. Beim 1:3 gegen den VfB Stuttgart kam er rein und verschuldete dann prompt den Treffer zum 1:3-Endstand.
Seitdem ist er wieder komplett raus und Kwasniok macht dem Österreicher vor dem Spiel gegen den Hamburger SV am Samstag (18.30 Uhr) auch keine Hoffnung auf Besserung.
„Es wird sich für ihn nicht viel verändern“, sagte der FC-Trainer und führte aus: „Die Nachricht war nicht überraschend und er hat sie auch nicht erst in den letzten Tagen getroffen. Er hat schon länger mit dem Gedanken gespielt. Wir haben uns auch darüber ausgetauscht und dann hat er es erst Thomas Kessler und dann mir mitgeteilt.“
Auch wenn Kainz der Mannschaft wohl nicht mehr so oft auf dem Platz helfen wird, unterstreicht Kwansiok noch mal Kainz’ Wichtigkeit für die Mannschaft. Er sagt: „Die Dinge, die er für die Mannschaft und den Verein getan hat, wird er auch weiter tun. Er wird seine Erfahrung weitergeben und die Ruhe und Souveränität, die er ausstrahlt, wird uns ebenfalls helfen.“
Kainz stieg zweimal mit dem FC auf, schaffte es unter Steffen Baumgart mit Köln in die Conference League. In 202 Pflichtspielen erzielte er 28 Tore, bereitete 41 weitere Treffer vor. Und vielleicht kommt noch ein weiteres dazu. Denn Kwasniok hat eine große Hoffnung: „Er wird noch mal alles geben und vielleicht zirkelt er ja noch mal einen Freistoß rein.“
Ausgerechnet im Hinspiel gegen den HSV erzielte der Mittelfeldspieler sein einziges Saisontor, dort zirkelte er einen wunderschönen Freistoß zum zwischenzeitlichen 2:0 in die Maschen.


