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FC-Schwäche, die jeder siehtLaufleistung & Krämpfe – Wagner bezieht Stellung

Der 1. FC Köln sucht seine Form. Zuletzt gab es in fünf Spielen nur einen Sieg. Die Gegner waren nicht übermächtig, aber der FC zeigte konditionelle Schwächen.

Schalke lief beim 0:0 vier Kilometer mehr. Frankfurt lief beim 1:0-Sieg  zwei Kilometer mehr. Mönchengladbach rannte trotz 1:2-Niederlage zwei Kilometer mehr. Der Hamburger SV lief beim 2:1-Sieg auch zwei Kilometer mehr, genau wie Werder Bremen beim 1:1.

Die große Schwäche, die jeder sieht: Der 1. FC Köln rennt oft hinterher! Einige Spieler wirken nicht fit, plagen sich immer wieder mit Krämpfen. In der zweiten Halbzeit kam es zuletzt oft zu einem Einbruch. Zudem hat der FC schon früh in der Saison einige Muskelverletzungen zu beklagen.

René Wagner fordert mehr Läufe in die Tiefe

In der Laufleistungstabelle der Bundesliga liegt Köln nach sieben Spieltagen auf Platz 16 mit 811,8 Kilometern. Zum Vergleich: Die Aufsteiger SC Paderborn (850,6), Schalke 04 (840,9) und Elversberg (826,5) haben deutlich mehr Kilometer abgespult.

In der aktuellen Englischen Woche stehen nach dem 0:0 gegen Schalke das Pokalspiel gegen Union Berlin (Dienstag, 27. Oktober 2026, 20.45 Uhr, Liveticker auf EXPRESS.de) und das Auswärtsspiel bei Union (Sonntag, 1. November, 15.30 Uhr) an. Im Pokal ist sogar eine Verlängerung möglich.

Wagner steht unter Druck, muss jetzt Ergebnisse liefern. Hinter den Kulissen soll es kräftig rumoren, da bei einigen Spielern die Laktatwerte nicht so sind, wie sie sein sollten. EXPRESS.de hakte bei René Wagner (38) nach: Wie sieht der Trainer den Fitnesszustand der Mannschaft? Ist er zufrieden oder muss da etwas getan werden? Seine Antwort: „Generell bin ich zufrieden. Wir haben manchmal den Unterschied in den Laufdaten, da muss man aber sehr, sehr vorsichtig sein. Wir machen uns natürlich auch über alles Gedanken.“

Nach dem Schalke-Spiel wurde analysiert. Wagner erklärt: „Ich habe mir das Spiel bestimmt dreimal angeguckt und geschaut: Wo sind denn die Momente, wo der Spieler hätte den Extraweg gehen können? Wir sind da ganz klar und brauchen mit Ball mehr Aktivität. Wir müssen da noch öfter in die Tiefe laufen und mehr Wege gehen, um dem Gegner weh zu tun.“

Wagner hat die Problematik mit den Spielern besprochen. Im Pokal soll gegen Union einiges besser werden. „Wir haben das den Jungs gezeigt. Das ist einer der Ansatzpunkte, wo sich die Laufdifferenz ein bisschen schmälern kann“, so Wagner. Der Coach meinte aber auch, dass es nicht entscheidend sei, mehr als der Gegner zu laufen, sondern ein Tor mehr zu erzielen. Die Chance dafür wächst aber natürlich, wenn man mehr rennt.

Zu den Krämpfen, die es auch schon in der ersten Pokalrunde beim 2:1 in Würzburg gab, sagte Wagner: „Wir hatten mit Lochoshvili einen Moment am Ende des Spiels, wo er Probleme hatte. Er hat in vergangenen Wochen aber viele Spiele gemacht, das ist dann auch mal normal für einen Spieler unter so einer hohen Belastung.“ Locho hatte auch in der Länderspielpause vier Spiele für Georgien absolviert. Wagner weiter: „Alle anderen sind gut durchgekommen, da hatten wir keine Probleme mehr. Wir sind eine fitte Mannschaft.“

Hier kannst du den Podcast zum FC hören:

Wagner dürften die Einbrüche zum Ende der Partie aber auch nicht entgangen sein. Im Pokal will er jetzt ein wenig rotieren: „Wir müssen schon versuchen, ein paar frische Beine aufs Feld zu bekommen. Die ganz große Rotationsmaschine müssen wir nicht anschmeißen, aber schon die richtigen Spieler aufs Parkett bekommen und den richtigen Spielern eine Pause geben, um frisch auf dem Feld zu sein und von Anfang an Gas zu geben. Es wird also Veränderungen geben, wie viele, sehen wir dann.“