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„Habe ich mitbekommen“Union-Coach reagiert auf „Wagner raus“-Rufe in Köln

Mauro Lustrinelli auf der Bank.

Copyright: IMAGO/MIS

Mauro Lustrinelli trifft mit Union Berlin zweimal auf den FC.

Union-Coach Lustrinelli hat die kritischen Fan-Rufe gegen FC-Trainer Wagner vor dem Pokal-Duell eingeordnet.

Sie waren offenbar auch für ihn nicht zu überhören: Vor dem DFB-Pokalspiel beim 1. FC Köln hat sich Union-Trainer Mauro Lustrinelli zu den Rufen gegen Kölns Coach René Wagner geäußert.

Auf die Frage, ob die Unruhe rund um den FC-Trainer seinem Team nützen könnte, sagte er: „Klar, das habe ich mitbekommen. Am Schluss gibt es die Solidarität zwischen den Trainern. Wir machen alle die gleiche Arbeit.“ Eine positive oder negative Auswirkung sehe er nicht. „Der Fokus ist voll bei mir.“

Union-Trainer Mauro Lustrinelli: „Köln wird bereit sein“

Der Pokalfight steigt am Dienstagabend (27. Oktober, 20.45 Uhr) in Köln, bevor beide Teams in der Bundesliga in Berlin am Sonntag (1. November) erneut aufeinandertreffen.

Für beide Klubs geht es um den Einzug ins Achtelfinale. Lustrinelli erwartet einen starken Gegner: „Es ist ein Alles-oder-Nichts-Spiel. Ich erwarte, dass Köln bereit sein wird, gegen uns zu spielen. Und wir wollen unser Spiel konsequent auf den Platz bringen.“

Für Wagner ist die Lage angespannt. Nach dem 0:0 gegen Schalke 04 am Samstag hatten zahlreiche FC-Fans ihren Unmut über die schwache Offensive lautstark gezeigt. Am Montag sagte der 38-Jährige auf einer Pressekonferenz: „Direkt nach dem Spiel, auch am Tag danach, hat es einen natürlich schon persönlich getroffen. Ich glaube, ich bin jetzt lange genug im Verein. Das ist nicht einfach.“

Die Mannschaft sei von den Reaktionen teilweise überrascht gewesen. Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler hatte Wagner zuletzt die volle Rückendeckung zugesichert. Der FC steht in der Bundesliga auf Rang zwölf.

Wagner sieht im Pokal die Chance zur Wiedergutmachung: „Morgen gibt es eine neue Chance, die Fans glücklich zu machen. Da tun wir alles für und das muss unser großes Ziel sein.“ Auf Berliner Seite gibt es derweil personelle Fragen. Felix Uduokhai hat sich verletzt, die Abklärung läuft noch, wie Lustrinelli berichtete. (oke)