Beim 1. FC Köln kämpft Trainer René Wagner um Kredit bei den Fans und seine Zukunft. Erschweren die Erwartungen beim Anhang diese Mission?
„Sehr entscheidende Woche für Wagner“Sky-Duo erklärt entscheidendes FC-Problem

Ein Fünftel der Bundesliga-Saison hat der 1. FC Köln über die Bühne gebracht, wirklich schlau werden aber weder Fans noch Experten aus den bisherigen sieben Saisonspielen der Mannschaft von Trainer René Wagner (38).
Immer wieder zeigte der FC gute Ansätze, ließ allerdings auch fast immer die Konstanz über 90 Minuten vermissen – hinzu kommt das Fehlen eines klar erkennbaren Plans im Spiel mit dem Ball. Die Rufe vieler Fans gegen Wagner nach dem 0:0 gegen Schalke 04 waren am Montag auch Thema in der Sky-Show „Glanzparade“.
FC liegt nach Saisonstart unter den Erwartungen
Mit Kommentator Wolff Fuss (50) als bekennendem FC-Fan und dem in Köln lebenden Moderator Thomas Wagner (55) grübelten ein Duo, das den Klub nicht nur aus beruflichem Interesse ganz genau im Blick behält. Doch die aktuelle Lage am Geißbockheim brachte die beiden Experten ordentlich ins Grübeln.
Beide waren sich einig, dass die bisherigen Eindrücke zwar nicht für Freudensprünge reichen, aber auch nicht unbedingt die Forderungen nach einem Aus des Trainers begründen. Warum also ist der Unmut bei vielen Fans bereits derart groß?
Der Moderator warf den Blick auf den Transfer-Sommer mit dem Verbleib des umworbenen Said El Mala (20) und dem erfolgreichen Tauziehen um Mikey Moore (19). „Dann ist irgendwie so eine Erwartung gekommen: Wir haben mit dem Abstieg auf gar keinen Fall was zu tun. Wir spielen eine gute Mittelfeldsaison“, erklärte er seinen Eindruck.
Sich jetzt mit wenig überzeugenden Spielen nur oberhalb der Abstiegszone zu halten, würde vielen Fans daher im zweiten Jahr nach dem Wiederaufstieg nicht mehr reichen, vermutete der Wahl-Kölner.

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Thomas Wagner (l.) und Wolff Fuss am Montag (26. Oktober 2026) im Sky-Talk „Glanzparade“.
Die Unmutsbekundungen hält er dennoch, wie auch der ehemalige FC-Trainer Steffen Baumgart (54), für übertrieben: „Pfeifen kann ich doch eigentlich nur, wenn ich der Mannschaft das Engagement abspreche. Und das kann ich dem FC in keinem Spiel bisher absprechen.“
Wolff Fuss sieht „mittelgroßes Fragezeichen“ beim FC
Auch für Fuss ist der „Fluchs der guten Tat“ womöglich das entscheidende FC-Problem. Der FC habe im Sommer mit der Transferpolitik mehr signalisiert, als nun auf dem Platz zu sehen ist. Der Klub habe vermittelt: „Wir wollen eine bestimmte Art von Fußball spielen, die natürlich dann am Ende erfolgreich ist und idealerweise mit dem Abstieg nichts zu tun hat.“
Die blutleere Nullnummer gegen Schalke habe viele Fans entsprechend frustriert, zumal der FC seit zwei Spielen torlos ist und in den jüngsten vier Partien nur dreimal getroffen hat. Die Geduld des Anhangs wird dadurch ordentlich strapaziert.
Wie spielt der FC am Sonntag bei Union Berlin?
„Jetzt stehst du nach so einem 0:0 gegen Schalke mit einem mittelgroßen Fragezeichen da und sagst dann: ,Wo soll’s denn jetzt hingehen? Also wo ist denn jetzt die die fußballerische Linie, die wir eigentlich sehen wollten?‘“, so Fuss über den Kölner Schlingerkurs.
Dass der FC trotz aller öffentlicher Rückendeckung für René Wagner die Stimmung nicht dauerhaft außen vor lassen kann, brachte auch dessen Namensvetter bei Sky zum Abschluss auf den Punkt.
Für viele sei der aktuelle Coach „nur noch ein Trainer auf Abruf“, verschärfte Thomas Wagner die Diskussion zur komplizierten Lage beim FC, wodurch „diese Woche sicherlich für René Wagner zu einer sehr entscheidenden“ werde.
