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„Ich habe kein Verständnis“Kritik an FC-Trainer Wagner: Baumgart unzufrieden

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Steffen Baumgart hat vor dem Pokal-Duell seiner beiden Ex-Vereine einen Blick auf die Lage beim 1. FC Köln geworfen.

Gerade in der Anfangszeit von Steffen Baumgart (54) war Vollgas-Fußball mit Mut in allen Spielphasen die bestimmende Herangehensweise beim 1. FC Köln. Aktuell tut sich der FC mit der Offensive und einer klaren Spielidee schwer, das Murren im Umfeld ist deutlich zu vernehmen.

Im Gespräch mit unserer Redaktion hat Baumgart am Montag (26. Oktober 2026) vor dem Pokal-Duell seines ehemaligen Arbeitgebers gegen seinen bislang letzten Klub, Union Berlin, einen Blick auf die Lage am Geißbockheim geworden.

Steffen Baumgart: Wagner-Entwicklung „in hohem Maße beeinflusst“

Nach dem 0:0 gegen Schalke waren im Stadion lautstarke „Wagner raus“-Rufe zu hören. Baumgart, der Trainer René Wagner (38) als seinen Co-Trainer kennt, reagiert darauf mit deutlichen Worten.

„Ich habe kein Verständnis für die Rufe. Vor allem dann nicht, wenn es so schnell in diese Richtung geht“, stellte Baumgart klar. Er ist mit dem Umgang mit Trainer Wagner unzufrieden: „Dann fangen alle sofort an, den einen zu suchen, der schuld ist. Es gibt keine Schuldfrage, das ist Sport, und zum Sport gehört alles dazu. Da sollte man ein bisschen Geduld haben und nicht gleich alles erwarten.“

Aus Baumgarts Sicht lässt sich die Lage nicht allein am Ergebnis messen. Der FC befindet sich in seiner zweiten Bundesligasaison nach dem Aufstieg, und im Sommer gab es einen großen Umbruch im Kader. Hinzu kamen zahlreiche Verletzungen.

„Das gehört alles zum Bild, nicht nur das Ergebnis“, argumentierte Baumgart und schob genervt hinterher: „Vieles von dieser Kritik hat mit René gar nicht mehr zu tun. Man hat das Gefühl, dass Leute nur noch Frust ablassen.“

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Gleichzeitig bleibt Baumgart nüchtern: Die Position des Cheftrainers ist kein Wunschkonzert. Ein Trainer wird an Ergebnissen gemessen, und genau deshalb hält er es für wichtig, dem jungen Coach Zeit zu geben.

Seiner Meinung nach ist durch Wagner auch ein Stückchen Baumgart nach Köln zurückgekehrt. „Ich bin relativ sicher, dass ich seine Entwicklung mit beeinflusst habe, und das in sehr hohem Maße“, sagte Baumgart über seinen früheren Assistenten.

Er beschreibt Wagner als „absolut loyalen Mitarbeiter“, der als Co-Trainer „alles für den Erfolg getan hat“. Heute sieht er ihn als jungen Chefcoach, der sich in neuen Aufgaben zurechtfinden muss: „Ein Cheftrainer hat viele Aufgaben zu lösen, die man im ersten Moment nicht sieht. Da wächst er rein.“ Wagner sei „ein absoluter Vollbluttrainer, der mit Leidenschaft seinen Job macht“. (red)