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Böser Bock leitet Pleite einFC-Frauen verlieren Karnevals-Derby

Vanessa Fudalla schießt den Ball mit dem linken Fuß ins Tor.

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports

Vanessa Fudalla schießt nach einem schweren Fehler der FC-Keeperin das 1:0 für Leverkusen.

Nichts zu holen am Karnevalsfreitag: Die Frauen des 1. FC Köln fahren mit einer Niederlage aus Leverkusen im Gepäck zurück auf die andere Rheinseite.

Derby-Pleite an Karneval! Das Frauenteam des 1. FC Köln hat zum Auftakt des 18. Bundesliga-Spieltags mit 1:2 (0:2) bei Bayer Leverkusen verloren. Die Aufholjagd kam dabei etwas zu spät.

Am Dienstag feierten die FC-Frauen bei der Karnevalssitzung des Vereins noch die Vertragsverlängerung von Torjägerin Sandra Jessen. Die Isländerin, die sich bis 2028 an den FC gebunden hat und in dieser Saison bereits neun Treffer erzielt hat, war in der Partie im Ulrich-Haberland-Stadion lange aber kein großer Faktor.

Torhüterin Irina Fuchs mit bösem Fehler vor dem 0:1

Nach dem Abtasten der Anfangsphase in der 17. Minute der frühe Schock: Nach einem Riesen-Bock der jungen FC-Torhüterin Irina Fuchs, die aus völlig unbedrängter Position einen Pass genau in die Füße von Vanessa Fudalla spielte, ging die Werkself in Führung. Fudalla schloss selbst ab, Fuchs konnte sie dabei nicht mehr entscheidend stören.

Danach mussten sich die FC-Frauen erst einmal schütteln. Nur eine Minute nach der Führung tauchte Leverkusen schon wieder gefährlich vor dem Kölner Tor auf. Aus gut 16 Metern legte Sofie Zdebel den Ball knapp drüber.

Der FC hatte in der 30. Minute seine beste Chance, ebenfalls nach einem bösen Torhüterinnen-Bock. Rafaela Borggräfe, die erst Anfang des Monats per Leihe vom FC Liverpool verpflichtet worden war, machte es ähnlich wie Fuchs auf der Gegenseite.

Köln konnte aber kein Kapital daraus schlagen. Nachdem Leverkusen zunächst noch klären konnte, flog der Nachschuss von Weronika Zawistowska über das Tor der umstrittenen DFB-Keeperin, die in England wegen einer diskriminierenden Aussage in Richtung einer Mitspielerin zuletzt sechs Spiele gesperrt worden war.

Stattdessen klingelte es wenig später erneut auf der Gegenseite. Nach einer Flanke landete der Klärungsversuch bei Zdebel, die sich erneut von der Strafraumgrenze ein Herz fasste. Diesmal passte der Schuss, der sich unhaltbar über Fuchs hinweg ins Tor senkte (37.).

Die Kölner Trainerin Britta Carlson brachte zur zweiten Halbzeit Pauline Bremer für Adriana Achcinska, eine entscheidende Belebung der Offensive brachte aber auch das nicht. Der FC war nun zwar um mehr Spielkontrolle bemüht, leistete sich aber immer wieder zu leichte Fehler, wenn es Richtung Leverkusener Tor ging.

Der kleine Kölner Fanblock machte dennoch unermüdlich weiter. „Was die Fans angeht, steht’s hier eher 1:0 Köln. Die sind deutlich lauter“, sagte der DAZN-Kommentator Guido Hüsgen. Auf dem Platz spiegelte sich das aber nicht wider, Köln erspielte sich kaum mal eine Torchance.

Erst in der 82. Minute wurde es richtig gefährlich, als die bis dahin unauffällige FC-Stürmerin Jessen einen Ball aus kurzer Distanz am langen Pfosten vorbeilegte. Als alles nach einer Niederlage aussah, machte Bremer das Spiel plötzlich doch noch einmal spannend. Nach einer Flanke der kurz zuvor eingewechselten Martyna Wiankowska traf sie in der 88. Minute per Kopf zum Anschluss.

Köln machte nun erstmals im Spiel richtig Druck, drängte auf den Last-Minute-Punkt. Doch die Aufholjagd kam zu spät, der Ausgleich fiel trotz einiger Chancen in der Nachspielzeit nicht mehr. Damit blieb der FC im dritten Spiel in Folge sieglos und bleibt in der Tabelle auf Platz acht. Leverkusen kletterte vorübergehend auf Platz drei.

Lukas Kwasniok gestikuliert bei einer Pressekonferenz des 1. FC Köln.

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