Der 1. FC Köln tritt am Samstagabend zum Topspiel beim VfB Stuttgart an. Dabei muss die Elf von Lukas Kwasniok gleich drei schwarze Serien brechen.
„Brauchen nicht antreten“Drei Serien: Kwasniok gratuliert dem VfB

Copyright: IMAGO/Beautiful Sports
In Hoffenheim gelang dem 1. FC Köln der einzige Sieg gegen ein Topteam der Liga. Im Oktober 2025 rangierten die Sinsheimer aber nur auf Platz zehn.
Autor
Es ist wieder Topspiel-Zeit für den 1. FC Köln. Samstagabend, 18.30 Uhr, Flutlicht und ein ausverkauftes Stuttgarter Stadion – eigentlich alles, was sich ein Fußballer-Herz wünscht.
Doch wenn der FC in dieser Saison zum Topspiel ranmusste, gab es bislang rein gar nichts zu holen. Dabei setzte es Niederlagen in Leipzig, in Dortmund, beim Derby in Gladbach und beim Nachbarschaftsduell in Leverkusen, sowie zu Hause gegen Frankfurt – fünf Spiele, fünf Pleiten.
FC muss in Stuttgart drei Serien brechen
Nun hat die Elf von Lukas Kwasniok in Stuttgart die nächste Chance, diese ernüchternde Bilanz aufzupolieren. Problem ist: Der VfB ist Fünfter in der Tabelle und gegen die Top sechs der Bundesliga gab es diese Saison auch noch nichts zu holen für den Aufsteiger.
1:3 in Leipzig, 1:2 gegen Stuttgart, 0:1 in Dortmund, 0:2 in Leverkusen, 1:3 gegen Bayern und jüngst das 1:2 gegen Leipzig in der Rückrunde. Nur gegen die TSG Hoffenheim gab es in der Hinrunde einen Sieg, die Kraichgauer waren zum damaligen Zeitpunkt allerdings nur Zehnter und weit weg von einer Spitzenmannschaft.
Und als wäre die Aufgabe nicht schon schwer genug, kommt noch eine dritte Serie dazu, die es zu brechen gilt. Denn auch an Karneval tut sich der FC naturgemäß schwer. In den vergangenen 26 Jahren gab es ligaübergreifend nur mickrige drei Siege in der närrischen Zeit. Vor sechs Jahren wurde der bisher letzte Dreier an den jecken Tagen eingefahren, 2020 gab es einen 5:0-Kantersieg in der Bundesliga bei Hertha BSC.
„Die Karnevals-Bilanz? Schlecht. Spiele gegen die Großen? Schlecht. Samstagabend-Bilanz? Noch schlechter. Insofern schon mal Glückwünsche an den VfB Stuttgart“, sagt Kwasniok ironisch und schiebt noch hinterher: „Eigentlich brauchen wir gar nicht antreten.“
Doch in dieser Woche soll alles anders werden. Demnach hat der Trainer vom Energie-Level noch nie so ein gutes Training erlebt wie am Mittwoch. Die Mannschaft ist voll fokussiert und gierig auf den ersten Auswärtssieg im neuen Jahr.
„Ich sage meinen Jungs immer: Selbst wenn du 280 Erstliga-Spiele hast, wenn so ein Spiel in der Bundesliga nichts Besonderes mehr für dich ist, dann lerne Elektriker. Dann hast du wieder eine neue Herausforderung. In dem Moment, wo du diese Freude und diese Gier auf ein Spiel verlierst, bist du nicht mehr bei 100 Prozent.“
Die Spieler sind heiß und auch der Trainer brennt auf seine Premiere im Schwabenland: „Das Stadion ist voll. Ich war bislang in Stuttgart nur auf der Tribüne zu Gast. Mit dem 1. FC Köln da ein Top-Spiel bestreiten zu dürfen, wenn das nichts Besonderes für einen nicht mehr ganz so jungen Trainer wie mich wäre, dann wäre einiges schiefgelaufen.“
So könnte der FC in Stuttgart spielen: Schwäbe – Sebulonsen, van den Berg, Özkacar – Thielmann, Krauß, Martel, Lund – El Mala, Kaminski – Ache


