Der 1. FC Köln kämpft in Stuttgart um die ersten drei Punkte der Saison gegen ein Topteam. Dabei setzt Lukas Kwasniok auf Physis und Kampf und vertröstet damit einen Youngster auf die kommenden Wochen.
„Da brauchst du andere Kaliber“FC-Youngster muss sich gedulden

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Felipe Chávez feierte gegen Leipzig sein FC-Debüt als Einwechselspieler.
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Felipe Chávez ist im Winter dazugestoßen, um die spielerische Qualität im Mittelfeld des 1. FC Köln zu erholen. Der junge Peruaner wurde am Bayern-Campus ausgebildet und hat mit seinen 18 Jahren schon das technische Rüstzeug für die Bundesliga.
Doch für den FC sind im Abstiegskampf derzeit andere Attribute gefragt, vor allem in den Duellen mit den Spitzenteams der Liga. „Wir müssen akzeptieren, dass wir mit Physis und kämpferischen Elementen dagegenhalten müssen. Wenn du diese Elemente nicht ins Spiel bringen kannst, hast du gegen die Besten keine Chance“, sagt Lukas Kwasniok vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart am Samstag (18.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de).
Kwasniok setzt gegen Stuttgart auf Physis
Gegen die Topteams der Liga ist der FC bislang noch sieglos. Damit sich das ändert, setzt der FC-Coach auf die Männer für das Grobe. „Wie willst du die Diomandes und Lewelings dieser Welt sonst verteidigen?“, fragt Kwasniok.
Er selbst sieht zwei Möglichkeiten: „Entweder die Physis brechen mit noch mehr Physis oder fußballerisch auf Augenhöhe zu sein. Das ist ein Prozess, an dem wir arbeiten. Dabei soll uns Felipe helfen. Das passiert aber nicht innerhalb von einer Woche.“
Daher wird Kwasniok in Stuttgart im Mittelfeld wohl wieder mit Eric Martel und Tom Krauß beginnen. Zwei Kilometerfresser, die den Gegner permanent stressen sollen, Räume zulaufen und keinen Ball aufgeben.
Eine Herangehensweise, die für Kompaktheit sorgen soll, unter der aber auch das Spiel mit dem Ball leiden wird. Dessen ist sich Kwasniok natürlich bewusst. Gegen die Großen muss der FC aber auch nicht das Spiel machen, dort kommt es auf das Umschaltspiel und erfolgreiche Konter an.
Daher muss sich Chávez weiter gedulden, denn das ist nicht das Spiel für den technisch versierten Youngster. Der Linksfuß braucht den Ball am Fuß, um seine Stärken auszuspielen. Kwasniok vertröstet ihn nicht nur für diese Woche, sondern auch schon für nächste.
„Er wird gegen Mannschaften auf Augenhöhe mehr gefragt sein, aber im Moment gegen Stuttgart und Hoffenheim brauchst du erst mal andere Kaliber“, sagt der FC-Trainer deutlich. Gegen Leipzig wurde der Neuzugang immerhin eingewechselt und feierte damit sein FC-Debüt.


