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„Er will es mir zeigen“FC-Königstransfer muss eine Schippe drauflegen

Denis Huseinbasic, Said El Mala und Rav van den Berg sitzen auf der Bank

Copyright: Herbert Bucco

Denis Huseinbasic, Said El Mala und Rav van den Berg saßen gegen den VfL Wolfsburg zunächst auf der Bank. 

Rav van den Berg war beim 1. FC Köln der Königstransfer des Sommers. Doch nachhaltig überzeugen konnte der Niederländer noch nicht. Im Gegenteil, er muss hart um seinen Platz in der Abwehr kämpfen.

Er hat den 1. FC Köln im Sommer eine Stange Geld gekostet. Rav van den Berg war nicht nur der Königstransfer des Sommers, er gehörte mit einem Gesamtpaket über zehn Millionen Euro auch zum zweitteuersten Neuzugang der Klub-Geschichte werden.

Die Erwartungen an den Niederländer sind dementsprechend hoch. Doch bislang läuft es für den Verteidiger noch nicht richtig rund. Danach unterbrach die Rotsperre aus dem Union-Spiel erneut seinen Rhythmus.

Kwasniok erwartet mehr von van den Berg

Nachdem er gegen Freiburg keinen guten Tag erwischt hatte, kam er in den vergangenen beiden Partien lediglich vier Minuten zum Einsatz. Unter dem Strich stehen ausbaufähige 592 Minuten in acht Partien zu Buche.

Da geht noch mehr, weiß auch Lukas Kwasniok. Auf die Frage, warum der Top-Transfer des Sommers aktuell hinten dran ist, antwortete der Coach pragmatisch: „Weil ein anderer in dem Moment auf der Position eben besser abliefert. Oder die Trainingsleistung noch nicht so ist, wie ich sie mir vorstelle. Es gibt gar keine anderen Gründe.“

Bei van den Berg kommt im Moment beides zusammen. Zum einen macht es Sebastian Sebulonsen aktuell außerordentlich gut in der Innenverteidigung, zum anderen hat sich van den Berg in den vergangenen Wochen offenbar auch nicht unbedingt angeboten im Training.

Doch pünktlich vor dem Spiel in Stuttgart, bei dem Kwasniok mal wieder große Personalsorgen plagen, hat es offenbar Klick gemacht. Denn der FC-Trainer verrät: „Er hat am Mittwoch ein sehr gutes Training gehabt. Das ist die Basis, um bei mir zu spielen. Ich hatte das Gefühl, er will es mir jetzt zeigen. Die Tür ist immer offen. Es gibt immer die Möglichkeit, sich reinzuarbeiten.“

Ganz leicht wird das allerdings auch trotz der vielen Ausfälle nicht. Denn für Kwasniok sind im Abstiegskampf aktuell andere Attribute als van den Bergs spielerische Klasse im Defensiv-Verbund gefragt.

Kwasniok erklärt: „Fakt ist einfach, dass es Sebastian Sebulonsen sehr, sehr gut gemacht hat. Und wir mit Cenk Özkacar auch jemanden haben, der sich stabilisiert hat und einen linken Fuß mitbringt. Und wenn du dann viel verteidigen musst, ist diese aufopferungsvolle Spielweise von Eric Martel etwas mehr gefragt als die fußballerische Qualität von Rav.“

Nach dem Ausfall von Johannesson könnte Martel allerdings im Mittelfeld gebraucht werden und van den Berg dann die zentrale Abwehrposition übernehmen.

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