Der 1. FC Köln ist noch lange nicht gerettet. Am Wochenende lief vieles gegen den FC, der Vorsprung in der Tabelle ist nicht groß. So geht die Mannschaft mit dem Druck um.
Abstiegskampf brutal engKessler & Kwasniok sprechen 45 Minuten auf der Bank
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Es sind diese Niederlagen, die ganz besonders schmerzen: Gut gespielt, aber nichts gewonnen!
Beim 1. FC Köln mussten sie sich nach dem bitteren 1:2 gegen RB Leipzig am Sonntag (8. Februar 2026) erst einmal kräftig schütteln. Da waren zum einen die zahlreichen vergebenen eigenen Chancen und dann die ärgerliche VAR-Szene, als es keinen Strafstoß wegen einer vorherigen Abseitsstellung gegeben hatte.
1. FC Köln nimmt Abstiegskampf voll an
Am Montag kam Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler (40) ins Franz-Kremer-Stadion zum Training, sprach zunächst mit Coach Lukas Kwasniok (44) auf dem Platz. Dann setzten sie sich gut 40 Minuten nebeneinander auf die Bank. Sie sprachen sicherlich auch über den vergangenen Spieltag, wo vieles gegen den FC gelaufen war.
Die eigene Niederlage wurde flankiert von einem St.-Pauli-Sieg gegen den VfB Stuttgart und einem Sieg von Mainz gegen Augsburg. In der Tabelle rückte unten so alles ein wenig enger beisammen. Köln ist nach dem 21. Spieltag mit 23 Punkten noch auf Rang zehn. Doch der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 beträgt nur vier Zähler, 17. ist St. Pauli mit 17 Punkten.
Kessler und Kwasniok steckten die Köpfe zusammen, sie wissen, dass jetzt Abstiegskampf brutal angesagt ist. Schon an Weiberfastnacht geht es Richtung Stuttgart, um dem Trubel in der Stadt zu entgehen. Dann stehen harte Wochen mit guten Gegnern an: in Stuttgart, gegen Hoffenheim, in Augsburg, gegen Dortmund. Kwasniok hatte schon eine Rettungsrechnung aufgemacht, sprach von vier Siegen. Ob man allerdings mit 35 Punkten am Ende gerettet ist, wird sich zeigen. Wenn die Konkurrenz so weiterpunktet, könnte es eng werden.
FC-Profi Tom Krauß sagte nach der Niederlage: „Das 1:2 war dann auch ein kleiner Nackenschlag. Das ist bitter, weil wir punkten müssen. Die Mannschaften unten schlafen nicht, das wissen wir auch. Und so ein Punkt gegen Leipzig wäre sehr wichtig gewesen.“
Der FC hätte wesentlich mehr verdient gehabt, spielte stark gegen die Leipziger. Aber Krauß wollte von Lob nichts hören: „Ja, es ist schön, dass man das sagt. Aber wir haben 1:2 verloren. Das ist einfach Fakt. Pauli hat gegen Leipzig gepunktet, Mainz hat in Leipzig gewonnen – und wir spielen gut, können uns davon aber nichts kaufen. Nur zu sagen, wir haben wieder sehr, sehr gut gespielt und haben gut mitgehalten, das kann uns vielleicht ein bisschen Selbstvertrauen geben für die nächsten Wochen, aber am Ende steht das Ergebnis.“
Die FC-Mannschaft ist aber darauf eingestellt, dass Abstiegskampf ansteht. Krauß weiß: „Wir ruhen uns nicht darauf aus, dass wir zu Hause gegen Wolfsburg gewonnen haben. Wir wollen punkten, punkten, punkten. Das ist unser Ziel in den nächsten Wochen. Das muss auch unser Ziel sein, weil wir wissen, die da unten schlafen nicht. Es bleibt jede Woche spannend. Es ist jede Woche ein harter Kampf gegen den Abstieg. Dafür sind wir aber auch bereit und wollen auch nächste Woche in Stuttgart versuchen, wieder zu punkten.“
Kessler sagt mit Blick auf die Tabelle: „Wir haben alles in der eigenen Hand. Wir sind vier Punkte über dem Strich und haben in dieser Tabellenregion ein gutes Torverhältnis. Man hat gegen Leipzig gesehen, dass es auf Kleinigkeiten ankommt. Da müssen wir uns damit auseinandersetzen, was wir beeinflussen können. Wir gucken auf die Gegentore und auf die Situationen, wo wir keine guten Entscheidungen getroffen haben. Da war kein Schiedsrichter schuld und auch nicht der Rasen, dafür waren wir ganz alleine verantwortlich. Daran müssen wir arbeiten.“
Kessler weiß, dass es eng zugeht: „Es sind immer enge Spiele, gegen Wolfsburg haben wir knapp gewonnen, gegen Leipzig nun knapp verloren. Jetzt konzentrieren wir uns sehr, sehr intensiv auf das Auswärtsspiel in Stuttgart. Da müssen wir das ein oder andere Thema besser machen, wenn wir da was mitnehmen wollen.“




