Der 1. FC Köln hat am Sonntag unglücklich mit 1:2 gegen RB Leipzig verloren. Auf dem Platz wurde auch unter den Kölner Spielern emotional diskutiert. Das zeigt, wie die interne Stimmung ist.
Beim 1:2Szene mit Sebulonsen & El Mala verrät einiges über die FC-Stimmung

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Said El Mala und Sebastian Sebulonsen unterhalten sich sehr emotional beim 1:2 des 1. FC Köln gegen RB Leipzig am 8. Februar 2026.
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Said El Mala hat am Sonntag beim 1:2 gegen RB Leipzig sein 21. Bundesligaspiel für den 1. FC Köln absolviert. In seiner Premierensaison in der Bundesliga hat der 19-Jährige also bislang keine Partie verpasst.
Seine Ausbeute katapultierte ihn auf einen Marktwert von 40 Millionen Euro. Sieben Tore und drei Vorlagen hat El Mala bislang beigesteuert. Sein letzter Treffer gelang ihm beim 2:2 in Heidenheim am 10. Januar 2026.
Sebulonsen und El Mala diskutieren emotional auf dem Platz
Gegen RB war El Mala wieder nah dran, zu treffen. Er durfte 90+9 Minuten ran, machte ein gutes Spiel und war sehr aktiv. Der Außenstürmer rannte zehn Kilometer (Top-Speed 34,3 km/h), schoss dreimal aufs Tor, legte einen Torschuss auf und wagte fünf Dribblings.
El Mala brennt für den FC, er will unbedingt wieder treffen und dazu beitragen, dass der Klub erfolgreich ist. Als Kollege Sebastian Sebulonsen aus einer schlechteren Position abschloss, machte er auf sich aufmerksam.
Es entwickelte sich eine Szene, die einiges über die Situation beim FC aussagt: In der Mannschaft ist Leben drin! Alle Spieler sind heiß, stehen unter Strom. Sebulonsen redete voller Adrenalin auf El Mala ein, der ein Abspiel gut gefunden hätte. Doch der Norweger erklärte, dass er sich gut gefühlt habe und den Abschluss selber wagen wollte.
Die Fans müssen sich also bei solch emotionalen Szenen auf dem Platz keine Sorgen machen. Was aussieht wie ein Streit, ist die pure Leidenschaft! Die Spieler hadern, feuern sich untereinander an, haben Bock, wollen gewinnen und motivieren sich gegenseitig. So auch in dieser Szene.
Innerhalb der Mannschaft stimmt es in dieser Saison, das kann man wöchentlich auf dem Rasen sehen. Auch wenn nicht immer die Ergebnisse rausspringen, die sich alle wünschen. Privat verstehen sich viele Spieler auch bestens, gehen gemeinsam essen oder treffen sich mit den Familien.
Beim Training greifen die Coaches sofort ein, wenn es mal ruhiger unter den Spielern wird, sie fordern ein, dass intensiv kommuniziert wird. Sportchef Thomas Kessler (40) findet es gut, wenn die Profis untereinander über Situationen sprechen: „Wir müssen uns damit auseinandersetzen, was wir beeinflussen können. Wir gucken auf die Gegentore und auf die Situationen, wo wir keine guten Entscheidungen getroffen haben. Daran müssen wir arbeiten. Jetzt konzentrieren wir uns sehr, sehr intensiv auf das Auswärtsspiel in Stuttgart. Da müssen wir das ein oder andere Thema besser machen, wenn wir da was mitnehmen wollen.“
Es kann also sein, dass Sebulonsen dann den besser postierten El Mala bedient – oder umgekehrt. Hauptsache, am Ende geht es besser aus als bei der unglücklichen Niederlage gegen RB Leipzig.


