Tim Lemperle hat den 1. FC Köln im Sommer 2025 in Richtung Hoffenheim verlassen. Zuvor schockte er vor allem die FC-Fans noch mit seinem Roxy-Vorfall. Jetzt sprach er nochmals darüber.
Geht auch um Roxy-VorfallLemperle blickt zurück: „Geguckt, wo meine Grenzen liegen“
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Es war der große Knall kurz vor dem entscheidenden Aufstiegsspiel des 1. FC Köln im Mai 2025 – jetzt hat sich Tim Lemperle (24) nochmals dazu geäußert.
In der Woche vor dem 34. Spieltag, an dem der FC letztlich durch einen furiosen 4:0-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern wieder in die Bundesliga aufstieg, feierte Lemperle auf dem Party-Schiff Roxy auf dem Rhein – und handelte sich dabei ein gebrochenes Nasenbein ein.
Tim Lemperle: „Was mir am meisten wehgetan hat ...“
Lemperle – dessen ablösefreier Wechsel zur TSG Hoffenheim zuvor schon beschlossene Sache war – war vor dem Roxy-Vorfall Stammspieler beim FC (zehn Tore, sechs Assists), musste gegen die Roten Teufel dann aber auf der Bank Platz nehmen.
Sein Abschied aus Köln fiel deshalb eher unschön aus. Auch, wenn sich der heute 24-Jährige kurz darauf in einem Statement bei den FC-Fans entschuldigte.
Mit einigen Monaten Abstand hat der gebürtige Frankfurter jetzt als Hoffenheim-Profi noch einmal über den unrühmlichen Zwischenfall gesprochen.
„Natürlich zieht man da selbst seine Schlüsse draus. Wenn man ein Aufstiegsspiel hat, das alles entscheidende Spiel, worauf man die ganze Saison hinarbeitet, dann kann man sich vielleicht eine Woche vorher so was sparen. Was mir am Ende des Tages mit am meisten wehgetan hat, war dann, dass ich im letzten Spiel nicht von Anfang an spielen konnte. Das hat ein bisschen an mir genagt, auch noch über die freien Tage im Sommer“, sagte Lemperle gegenüber „Sport1“. Zu Beginn musste er dabei noch ein wenig lachen.
Lemperle weiter über seine ersten Jahre als Profifußballer: „Ich habe immer auch geguckt, wo meine Grenzen liegen, und war so ein bisschen frecher unterwegs. Ich wollte da jetzt nie einem groß auf die Füße treten, weil mir langweilig war oder so, sondern weil ich auch immer viel mit Herz dabei bin.“
Der Vorfall war auch bei seinem Wechsel in den Kraichgau noch einmal Thema. Hoffenheim-Trainer Christian Ilzer (48) sprach Lemperles Roxy-Ausflug in einem Gespräch mit dem Stürmer an: „Wir haben uns sehr ausführlich über diesen Vorfall unterhalten. Der wäre natürlich entbehrlich gewesen für ihn persönlich und natürlich auch für Köln in dieser Phase. Er ist ein junger Bursche, der es daraus gelernt hat.“
In Hoffenheim ist Lemperle sehr gut angekommen, ist bisher nach Vereinslegende Andrej Kramaric (34, neun Tore) mit sechs Treffern der zweitbeste Torschütze des Überraschungsdritten.


