Am Samstagabend stand für den 1. FC Köln am 26. Spieltag das brisante Auswärtsspiel beim Hamburger SV an. Einen Sieg gab es nicht, dafür aber immerhin einen Punkt. Welchen Wert hat der im Abstiegskampf?
Krampf & Kampf beim HSVEl Mala mit Köpfchen, aber Befreiungsschlag bleibt aus
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Die Spieler des 1. FC Köln sanken um 20.25 Uhr auf den Rasen und schauten erschöpft in den Hamburger Nachthimmel. Hinter ihnen lagen knapp 100 Minuten Kampf und Krampf beim HSV. Und vor ihnen liegen weitere harte Wochen im Abstiegskampf!
Beim 1:1 wurde der Befreiungsschlag verpasst. Aber es ist immerhin ein Punkt. Was der bedeutet, werden die nächsten Wochen zeigen. Trainer Lukas Kwasniok (44) braucht auf jeden Fall einen Sieg am Samstag beim Heimderby gegen Mönchengladbach.
Kölner Befreiungsschlag bleibt aus: 1:1 beim Hamburger SV
Die Konkurrenz im Abstiegskampf hatte am Samstag teilweise vorgelegt: Mönchengladbach gewann 2:0 gegen St. Pauli, der VfL Wolfsburg punktete mit Neu-Trainer Dieter Hecking beim 1:1 bei der TSG Hoffenheim. Köln stand also noch mehr unter Druck. Werder Bremen spielt am Sonntag gegen Mainz 05.
Köln hatte bislang alle seine sieben Samstagabendspiele in dieser Saison verloren (Leipzig, Dortmund, Mönchengladbach, Frankfurt, Leverkusen, VfB Stuttgart und nochmals Dortmund). Aus den letzten 16 Spielen gab es nur zwei Siege, aus den letzten fünf Spielen nur einen Punkt.
Die Anfangsphase war zerfahren, von Top-Spiel keine Spur. Nach knapp einer halben Stunde probierte es Said El Mala aus der Distanz. Seinen Schuss klärte HSV-Verteidiger Torunarigha mit dem Kopf zur Ecke. Wenig später sah El Mala früh Gelb – erneut war man mit einer Entscheidung von Schiri Tobias Welz aus Wiesbaden nicht ganz einverstanden.
Doch dann entzauberte der HSV die FC-Abwehr – simpel und wunderschön aus Sicht der Gastgeber. Mikelbrencis schickte Fabio Vieira, der FC-Keeper Marvin Schwäbe mit einem Außenrist-Heber düpierte. Cenk Özkacar und Rav van den Berg wurden zu Statisten. 1:0 für den HSV (39.)! FC-Coach Lukas Kwasniok schüttelte nur den Kopf.
Doch nur sechs Minuten später jubelten die Kölner! Der Ausgleich durch El Mala! Und das nach einem Eckball! Van den Berg diesmal kein Statist, sondern mittendrin. Er verlängerte den Ball, dann rauschte El Mala rein und erzielte seinen ersten Bundesligatreffer mit dem Köpfchen. Der wichtige Ausgleich kurz vor der Pause.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Kwasniok einen neuen Spieler: Linton Maina kam für Youssoupha Niang aufs Feld. Köln war jetzt selbstbewusst und dominierte das Spiel, allerdings kamen kaum gute Chancen dabei heraus, weil die letzte Präzision fehlte. Aches Schuss wurde von Torunarigha geblockt (64.).
Beim HSV musste dann nach gut einer Stunde auch Damion Downs weichen, der Ex-FC-Stürmer blieb ohne nennenswerte Aktion. Beim FC mussten dann El Mala und Ache runter. Kwasniok brachte nach 74 Minuten Marius Bülter und Sebastian Sebulonsen.
Es blieb ein spannendes Duell ohne große Torraumszenen. Dann musste Tom Krauß mit Oberschenkelproblemen ausgewechselt werden. Für ihn kam Felipe Chavez, der Leihspieler vom FC Bayern München (84.). Auch Florian Kainz durfte in der Nachspielzeit noch mitmischen.
Nach einem Eckball rauschte die Kugel nochmals Millimeter am FC-Pfosten vorbei, lfadli köpfte daneben. Auf der Gegenseite köpfte Martel einen Freistoß von Kainz knapp neben den Kasten, so blieb es beim gerechten 1:1.
FC-Coach Kwasniok nahm bei seiner Startformation im Vergleich 1:2 gegen Borussia Dortmund nur eine Änderung vor: Cenk Özkacar ersetzte den rotgesperrten Jahmai Simpson-Pusey. So startete der FC in Hamburg: Schwäbe – Krauß, van den Berg, Özkacar, Lund – Niang, Johannesson, Martel, Kaminski – Ache, El Mala.
So geht es weiter für den FC: Am Samstag (21. März) kommt Mönchengladbach zum Derby nach Köln. Dann folgen: Frankfurt (A), Bremen (H), St. Pauli (A), Leverkusen (H), Union Berlin (A), Heidenheim (H), FC Bayern München (A).

