Der 1. FC Köln bereitet sich in Kitzbühel und St. Johann/Tirol auf die neue Saison vor. Mit dabei ist auch Senkrechtstarter Said El Mala. Wie lange er noch das FC-Trikot trägt, ist allerdings ungewiss. Borussia Dortmund will den Offensivstar unbedingt verpflichten.
Poker um Köln-StarBVB einig mit El Mala: Wie geht es beim FC weiter?

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Vor dem Hotel Kitzhhof warteten am Freitagnachmittag (24. Juli 2026) zahlreiche Fans mit Köln-Trikots, um die Mannschaft im Trainingslager willkommen zu heißen. Um kurz nach 16 Uhr rollte der rote Bus des 1. FC Köln dann vor.
Auch Said El Mala (19) war dabei. Er stieg lässig aus, war in grauen Trainingsklamotten gekleidet und schob den Reisekoffer entspannt vor sich her. Am Foyer erfüllte er geduldig alle Autogramm- und Selfie-Wünsche. Sind das die letzten Gelegenheiten für die FC-Fans, ein Foto mit ihrem Star zu ergattern? Denn hinter den Kulissen bahnt sich sein Abgang an.
BVB hat sich mit Said El Mala über alle Modalitäten geeinigt
Borussia Dortmund hat ein erstes Angebot für El Mala abgegeben – das legt gemäß der üblichen Abläufe bei Transfers nahe, dass sich der Verein zuvor bereits mit der Spielerseite auf die Konditionen bei einem Wechsel geeinigt hat.
Der Spieler ist nach Informationen von EXPRESS.de bereit, nach Dortmund zu wechseln, sonst hätte der BVB keinen Vorstoß gewagt. In Dortmund soll El Mala dem Vernehmen nach ein üppiges Handgeld, einen langfristigen Vertrag und ein stattliches Gehalt bekommen.
Vor einigen Wochen war es auch beim Angebot des FC Brentford ähnlich. Erst als sich der Premier-League-Klub mit der Familie einig war, gab es ein offizielles Angebot an den FC. Die Kölner waren gesprächsbereit, denn ihre Vorstellungen wären erfüllt worden. Doch die Familie El Mala mit Mutter Sabrina an der Spitze sagte auf der Zielgeraden überraschend für alle ab.
Schon damals hieß es: Die El Malas wollen lieber nach Dortmund! Und jetzt wird es ernst. Die Konkurrenz soll auch auf den Dortmunder Vorstoß reagiert haben. In der Szene soll sich herumgesprochen haben, dass El Mala mit dem BVB Klarheit hat. RB Leipzig hat seine Bemühungen um Said demnach eingestellt. Auch das Interesse aus Italien von der AS Rom blockte die Spielerseite demnach vor wenigen Tagen ab, wie Sky berichtet.
Der große Haken: Beim FC ist man mit dem ersten BVB-Angebot so gar nicht einverstanden. Der Vizemeister bot dem FC 26 Millionen Euro sofort an, die restlichen 16 Millionen Euro als mögliche Boni. Davon soll eine Hälfte realistisch zu erreichen sein, die andere Hälfte allerdings eher unrealistisch.
Die Kölner stehen jetzt vor einer kniffligen Situation. EXPRESS.de hatte schon Ende April 2026 darüber berichtet, dass ungünstige Szenarien mit Zoff-Potenzial entstehen können. Jetzt sieht es so aus: Der beste Spieler will weg und hat sich mit dem BVB geeinigt, doch der BVB will nicht annähernd die geforderte Ablöse von mindestens 50 Millionen Euro zahlen. Die große Frage ist: Wie geht es jetzt weiter mit Said in Köln?
Der BVB und der FC müssen sich einigen. Die Kölner Verantwortlichen haben die Gespräche mit Dortmund natürlich nicht abgebrochen, auch wenn sie das erste Angebot in die Kategorie „lächerlich“ verbuchen. Dem BVB wurde aber signalisiert, dass man auf Basis des ersten Angebots nicht zu weiteren Treffen bereit sei. Jetzt ist der BVB am Zug und muss nachbessern.
Im schlimmsten Fall bewegt sich Dortmund nicht in dem Maße, wie Köln das erwartet. Dann hätten alle ein Problem. Der BVB bekäme nicht seinen Wunschspieler, der FC hätte einen potenziell unzufriedenen Spieler. Es bleibt abzuwarten, wie Said El Mala mit dieser Situation auf und neben dem Rasen umgehen würde.
Angst um einen weniger motivierten Profi gibt es beim FC aktuell jedenfalls nicht. FC-Coach René Wagner (38) sagte kürzlich über Said: „Er ist ein Spieler des 1. FC Köln und gibt jeden Tag Gas. Er kniet sich in alles rein, er weiß ganz genau, was seine Themen sind, die er bearbeiten möchte, das macht er aktuell. Er gibt keinem Spieler, keinem Staffmitglied das Gefühl, dass er mit den Gedanken irgendwo anders ist.“
Sein Bruder Malek (21) wurde vom FC nicht ins Trainingslager mitgenommen, auch er könnte im Paket mit zum BVB gehen. Ob El Mala das Vorbereitungscamp mit dem FC in Tirol bis zum Ende absolvieren wird, hängt jetzt allerdings nur vom BVB ab. Beim Angebot muss man sich gewaltig strecken, um die 50-Millionen-Euro-Schmerzgrenze des FC zu erreichen.
Hinter den Kulissen wird sicherlich hart verhandelt. Im Zuge des Deals könnten auch mögliche Leihspieler, die dem FC helfen würden, diskutiert werden. Wenn der BVB ein passendes Paket für die Kölner schnürt, kann es schnell gehen.
FC-Sportgeschäftsführer Thomas Kessler (40) und sein Team sind jedenfalls auf einen El-Mala-Abgang vorbereitet. Die möglichen Einnahmen sollen nahezu komplett in den Kader gesteckt werden. Ob man die riesige sportliche Lücke, die Topscorer El Mala hinterlassen würde, stopfen kann, muss man dann sehen.


