Michael Reschke beobachtet als gebürtiger Rheinländer auch das Geschehen beim 1. FC Köln – und war zuletzt „echt überrascht“.
„Bemerkenswerte Entscheidung“Ex-Leverkusen-Manager wundert sich über FC-Entwicklung

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Michael Reschke, hier im Gespräch mit Rudi Völler bei einem U21-Länderspiel, hat seine Einschätzungen zum Transfer-Sommer gegeben.

Der 1. FC Köln ist ohne Said El Mala zum Auswärtsspiel nach Stuttgart gereist. Der Shootingstar ist genau wie Torjäger Thijs Dallinga erkrankt. Auch wenn der Live-Auftritt vor dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, der sich für das Freitagsspiel beim VfB angekündigt hat, damit ziemlich sicher ausfällt, ist El Mala weiter in aller Munde.
Das Tauziehen um den aus Sicht fast aller Experten künftigen Nationalspieler hatte im Sommer die Schlagzeilen bestimmt. Ein Verkauf galt als sehr wahrscheinlich, die Frage war nur, wohin. Doch es kam bekanntlich anders.
Reschke über El Mala: „Es hat mich echt überrascht“
Einer, der sich offenbar sehr über den Ausgang der Transfer-Saga um den jungen FC-Star gewundert hat, ist Michael Reschke. Der ehemalige Manager von Bayer Leverkusen und frühere Technische Direktor des FC Bayern kennt den FC und dessen Sportboss Thomas Kessler gut.
Als Berater von Eric Martel hat er vor allem in der vergangenen Saison das ein oder andere Gespräch mit den FC-Verantwortlichen geführt, auf eine Vertragsverlängerung konnten sich beide Parteien schließlich nicht einigen.
Nun sagte Reschke im Interview mit „ran“ über den Köln-Verbleib des Flügelstürmers: „Es hat mich echt überrascht, da die Transferangebote für El Mala aus Kölner Sicht schon sehr lukrativ waren.“ Borussia Dortmund soll am Ende eine fixe Ablöse von etwas unter 50 Millionen Euro plus Boni geboten haben. Doch der FC blieb hart.
Stattdessen verlängerte der Verein den Vertrag mit dem Senkrechtstarter zu verbesserten Bezügen. Bei den Gehältern, die in England oder bei deutschen Topklubs wie dem BVB gezahlt werden, kann der FC aber natürlich nicht ansatzweise mithalten, wie auch Reschke betonte. „Said hatte dabei sicherlich die Möglichkeit, deutlich mehr Geld zu verdienen, als dies aktuell in Köln der Fall ist. Zudem hätte er sportlich einen attraktiven Sprung gemacht“, sagte er.
Vor diesem Hintergrund bezeichnete der gebürtige Frechener die Vorgänge als „eine bemerkenswerte Entscheidung“. Der kann Reschke durchaus etwas abgewinnen: „Für die gesamte Bundesliga top, weil Said immer wieder für spektakuläre Aktionen sorgt“, findet er.
Ähnlich bewertete er den Transfer-Coup eines Kölner Liga-Konkurrenten. Der Hamburger SV hatte kurz vor Transferschluss Fabio Vieira zurückgeholt, den starken Leihspieler der Vorsaison diesmal für rund neun Millionen Euro fest vom FC Arsenal verpflichtet.
Für Reschke war es die Transferüberraschung des Sommers, über die er sich sehr gefreut habe: „Ein wichtiges Signal innerhalb der Stadt – und ein positives Signal für die Liga insgesamt, weil dies wieder ein Typ ist, der einfach Spaß macht.“
