Null Tore in drei Partien! Ein Coach aus der Premier League ist fuchsteufelswild und knöpft sich seine teuren Superstars vor.
Fans wollen FC-Juwel zurückTottenhams sündhaft teure Offensive noch immer ohne Tor

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Roberto De Zerbi ist mit seinen Stars hart ins Gericht gegangen.
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Die Stimmung bei den Spurs ist am Boden. Die Mannschaft von Tottenham-Coach Roberto De Zerbi sehnt sich nach der Nullnummer gegen Nottingham Forest weiter nach dem allerersten Saisontreffer.
So eine Tor-Krise erlebte der Klub letztmals im Jahr 1974. Was die Sache noch schlimmer macht: Gegen die Truppe von Oliver Glasner kam kein einziger Versuch auf den Kasten, und das bei einem Angriff, der stolze 165 Millionen Pfund (190 Millionen Euro) wert ist.
De Zerbi kritisiert Ex-Bayern-Profi: „Zu viele falsche Entscheidungen“
Nach der Partie ging De Zerbi an die Decke und kritisierte seine Stürmer scharf. „Im letzten Drittel müssen wir uns verbessern“, verlangte der italienische Trainer. „Wir müssen bessere Entscheidungen treffen und ruhiger bleiben, wenn wir kurz davor sind, im letzten Drittel etwas Wichtiges zu tun.“ Das berichtet „Daily Mail“.
Er führte eine Situation als Beispiel an, bei der der Ex-Frankfurter Omar Marmoush den Ball über den Kasten jagte, obwohl Andy Robertson völlig frei war und Mohammed Kudus am zweiten Pfosten nur noch hätte einschieben müssen.
Zusätzlich musste De Zerbi seinen 87-Millionen-Einkauf Savio, der sein erstes Spiel für die Spurs in der Premier League bestritt, und auch Destiny Udogie vom Feld nehmen. Das geschah auf Empfehlung der medizinischen Abteilung, um nichts zu riskieren. „Ich bin nicht glücklich. Aber so ist der Fußball“, erläuterte der Coach. Savio und Udogie seien Schlüsselspieler, doch ihre Fitness reiche noch nicht für die vollen 90 Minuten.
Der Coach teilte auch gegen andere Akteure heftig aus. „Wie viele Flanken haben wir hinter den langen Pfosten geschlagen? Ex-Bayern-Profi Mathys Tel, zweimal. Savio, einmal“, rechnete er vor. Tel besitze zwar „großes Potenzial“, fälle jedoch „zu viele falsche Entscheidungen“. Eine knallharte Abrechnung mit seinen kostspieligen Angreifern.
Tottenham hatte erst am vergangenen Wochenende grünes Licht für die Leihe von Mikey Moore zum 1. FC Köln gegeben. Der Youngster hatte zuvor in beiden Premier-League-Spielen Einsatzzeit bekommen. Einige Spurs-Fans bedauern die Entscheidung bereits. „Moore hätte anstelle von Tel bleiben sollen, was haben wir uns nur gedacht?“, schrieb ein Anhänger bei X.
Beim FC sind Moores Aussichten auf jede Menge Spielpraxis aber deutlich größer als bei Tottenhams Star-Ensemble – auch wenn dieses bislang enttäuscht. Bei der 1:4-Niederlage in Stuttgart feierte der junge Engländer sein Debüt im FC-Trikot und machte durch einige gelungene Offensivaktionen direkt Lust auf mehr.
„Wir wissen alle, dass er eine brutale Qualität hat. Als er in der Halbzeit reingekommen ist, hat er das Spiel auch gewissermaßen verändert. Er will immer den Ball haben, er ist immer aktiv, hat Lösungen nach vorn“, schwärmte Kölns Trainer René Wagner.
Welche Note gebt ihr dem Transfer-Sommer beim 1. FC Köln?
Aber nicht nur bei Tottenham war die Laune nach der Nullnummer im Keller. Auch Oliver Glasner war nach Spielende stinksauer – sein Zorn richtete sich aber gegen den Videoschiedsrichter. Der VAR verwehrte ihm den Premierensieg als Coach von Forest. Mitte des zweiten Durchgangs hatte Neco Williams die Kugel vermeintlich zum Führungstreffer ins Tor befördert.
Referee Craig Pawson erkannte das Tor zuerst an, aber nach dem Check der Videobilder wurde der Entschluss revidiert. Die Begründung: Ein Befreiungsschlag von Sandro Tonali sei Williams an den Oberarm geprallt. Für Glasner ein unfassbarer Fehler. „Wenn wir also raten, kann der VAR nicht eingreifen. Es ist nicht klar und offensichtlich“, wetterte er. „Wir akzeptieren den Punkt, aber es fühlt sich an, als hätten wir zwei verloren.“ (red)
