Sommer-Stammplätze futsch FC-Trio muss in der Länderspielpause Gas geben

Salih Özcan trainiert beim 1. FC Köln.

Salih Özcan (hier am 27. September 2021) muss sich im Training mehr Spielzeit erkämpfen.

Vor der Saison kämpften sich Salih Özcan, Kingsley Ehizibue und Timo Hübers in die Startelf des 1. FC Köln. Jetzt müssen sie sich bei Chefcoach Steffen Baumgart wieder für mehr Spielzeit empfehlen.

Köln. Anthony Modeste (33) trifft wieder, Benno Schmitz (26) ist kaum wiederzuerkennen und Dejan Ljubicic (23) hat voll eingeschlagen – beim 1. FC Köln gibt es derzeit viele Gewinner. Aber auch einige Profis, die sich den Start unter Steffen Baumgart (49) persönlich anders vorgestellt hatten.

Vor allem ein Trio muss Gas geben, wenn am Mittwoch (6. Oktober) das erste Training der Länderspielpause ansteht: Salih Özcan (23), Kingsley Ehizibue (26) und Timo Hübers (25). Alle drei hatten sich in der Sommervorbereitung einen Startelf-Platz erobert – und sitzen jetzt gemeinsam auf der Bank!

Özcan: Nach langem Hin und Her verlängerte das Eigengewächs seinen auslaufenden Vertrag doch, kehrte als U21-Europameister mit großen Erwartungen ans Geißbockheim zurück und wollte unter Baumgart so richtig durchstarten.

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Özcan damals im EXPRESS.de-Interview: „Wir haben über seine Pläne mit dem FC geredet und danach hatte ich direkt ein gutes Gefühl. Er hat mir gesagt, dass ich in sein System passe. Die Konkurrenz ist groß, aber ich nehme das an.“

Der Sechser überzeugte in der Vorbereitung, verdiente sich seine Start-Chance im Pokal. Seitdem ist an Ellyes Skhiri (26), der trotz vieler Wechselgerüchte beim FC blieb, kein Vorbeikommen! Auch Neuzugang Ljubicic überzeugt. In der Liga durfte Özcan daher nur in Freiburg von Beginn an ran, als Skhiri zunächst krank auf der Bank saß.

Seine Bilanz: fünf Einsätze, 89 Minuten. Beim 3:1 gegen Fürth feierte Özcan als Kurzarbeiter ein Jubiläum, seine Einwechslung fünf Minuten vor Schluss war sein 100. Pflichtspiel für die FC-Profis.

Kingsley Ehizibue kommt nicht an Benno Schmitz vorbei

Ehizibue: Der Rechtsverteidiger sorgte im Sommer bei Standards als neues Kopfballungeheuer für Aufsehen, schien mit seinem enormen Tempo gut zum Baumgart-System zu passen. In der Liga setzte der FC-Trainer aber nur bei den Bayern auf ihn, wo Easy prompt ein Tor auflegte.

Kingsley Ehizibue spielt für den 1. FC Köln gegen RB Leipzig.

Kölns Kinglsey Ehizibue (r.) verhinderte gegen Christopher Nkunku am 18. September 2021 eine Großchance von RB Leipzig.

Viel vorzuwerfen ist ihm nicht: Auch bei seinen Einwechslungen präsentiert sich Ehizibue hochkonzentriert, wurde beim 1:1 gegen RB Leipzig für eine Mega-Grätsche gefeiert. Dennoch kommt er bislang nur auf 194 Minuten – weil Benno Schmitz weiterhin glänzt. Gegen Fürth legte er schon das dritte Tor in dieser Saison auf.

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Steffen Baumgart: „Wichtig, dass wir nachlegen können“

Hübers: Dem Ex-Hannoveraner wurde eine Verletzungspause zum Verhängnis. Hübers verteidigte im Pokal und beim Auftakt-Sieg gegen Hertha neben Abwehrboss Rafael Czichos (31). Dann stoppten ihn Knieprobleme.

Köln schlug anschließend noch mal auf dem Transfermarkt zu, schnappte sich Luca Kilian (22, Mainz-Leihe). Und Hübers ist nur noch Innenverteidiger Nummer vier, muss schon um eine Kadernominierung bangen.

„Er ist seinen Stammplatz ohne eigenes Verschulden losgeworden“, sagt Baumgart: „Er war verletzt und steht deshalb jetzt hintendran, ohne dass er schlecht trainiert.“ Die Länderspielpause ist auch für Hübers eine neue Chance!

Baumgart ist ohnehin überzeugt, dass er im Saisonverlauf seinen kompletten Kader brauchen wird, wiederholt immer wieder: „Es ist wichtig, dass wir nachlegen können.“ Die Beispiele Mark Uth (30, in Frankfurt) und Dejan Ljubicic (gegen Fürth) haben gezeigt, dass kaum ein FC-Profi eine Start-Garantie hat. Und Bessermacher Baumgart kann auch noch bei Özcan, Ehizibue und Hübers zuschlagen…

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