Rav van den Berg ist beim FC hinten dran. Das machte Trainer René Wagner am Donnerstag noch einmal klar. So sehen die Kölner Fans die Situation des Königstransfers.
Königstransfer hinten dranSo denken die FC-Fans über den prominenten Bankdrücker

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Rav van den Berg (2. v. l.) hatte sich seine erste Saison in Köln anders vorgestellt.
Acht Millionen Euro Ablöse ließ sich der FC im Sommer die Verpflichtung von Rav van den Berg kosten. Eine stattliche Summe für einen Innenverteidiger, insbesondere für einen Bundesliga-Aufsteiger. Van den Berg sollte der neue Abwehrchef werden. Der Niederländer war Thomas Kesslers Königstransfer.
Doch van den Bergs Entwicklung in Köln lief nicht nach Plan. Der frühere Profi des englischen Zweitligisten FC Middlesbrough fasste nicht so schnell Fuß wie erwartet. Der Grund dafür: eine hartnäckige Schulterverletzung, die ihn wochenlang außer Gefecht setzte. Eine Rotsperre trug in der Folge auch nicht gerade dazu bei, dass van den Berg richtig in Köln ankam.
FC spart durch Nicht-Einsatz von van den Berg
In den vergangenen Wochen wurde er dann gar nicht mehr berücksichtigt, weil der FC dadurch weitere Bonuszahlungen an den FC Middlesbrough spart. Gekoppelt sind weitere Überweisungen an den England-Klub unter anderem an den Klassenerhalt und 15 Einsätze des Spielers.
Auf den 15. Einsatz wird van den Berg (bislang 14 Einsätze) nicht mehr kommen, denn auch für das Spiel in München beim Rekordmeister FC Bayern (15.30 Uhr live bei Sky und im Live-Ticker auf EXPRESS.de) setzt FC-Trainer Wagner in der Innenverteidigung auf anderes Personal.
„Rav ist in der Reihenfolge auf der rechten Innenverteidiger-Position hinter Jahmai. Das ist auch mit ihm besprochen. Er kennt die Gründe“, sagte der FC-Trainer am Donnerstag deutlich.
EXPRESS.de hatte vor dem FC-Spiel in München die Fans gefragt: Sollte Rav van den Berg für den FC in München spielen? Die Antwort der Fans fiel eindeutig aus. Bis Samstagvormittag hatten knapp 8000 Menschen an der Umfrage teilgenommen. 36 Prozent sagten: „Ja! Klausel hin oder her – die Besten müssen spielen“, während 64 Prozent der Meinung sind, dass dem FC die eingesparten Millionen gut zu Gesicht stehen.
Abgesehen von den Millionen-Einsparungen sind die Verantwortlichen aber auch sportlich nicht komplett überzeugt vom Bruder von Ex-Schalke-Profi Sepp van den Berg. Der Niederländer soll es im Training öfter mal schleifen lassen. Das hatte bereits Ex-Trainer Lukas Kwasniok moniert, der den Innenverteidiger ebenfalls mal auf der Bank schmoren ließ.
Der später von Manchester City ausgeliehene Jahmai Simpson-Pusey hat ihm mittlerweile längst den Rang abgelaufen, aber auch Cenk Özkacar und Joel Schmied stehen derzeit im internen Innenverteidiger-Ranking vor van den Berg. Wagner verlangt eine Steigerung vom einstigen Königstransfer. Seine Ansage lautet: „Es geht für ihn im Sommer darum, zurückzukommen und um seine Position zu kämpfen.“
Unentschlossen sind die FC-Fans, wenn es um Luca Waldschmidt geht. EXPRESS.de hatte gefragt: „Gehört Luca Waldschmidt wieder in die Startelf?“ – 56 Prozent der Leser und Leserinnen sind der Meinung, dass der Offensivspieler in München von Beginn an ran soll, 44 Prozent sind der Meinung, dass Waldschmidt der perfekte FC-Joker beim Meister sein könnte.
