Vor dem Spiel des 1. FC Köln beim VfB Stuttgart herrscht etwas Unruhe hinter den Kulissen. Das Verhältnis zwischen Lukas Kwansiok und Said El Mala sei unterkühlt. Nun bezieht der Trainer Stellung zu den Gerüchten.
„Lieb' ihn wie meine Kinder“Kwasniok räumt mit El-Mala-Gerüchten auf

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Lukas Kwasniok stimmt Said El Mala vor der Einwechslung gegen Wolfsburg auf das Spiel ein.
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Er ist Kölns Lebensversicherung, sportlich und eines Tages auch finanziell. Said El Mala hat mit seinen Leistungen diese Saison schon für mächtig Furore gesorgt und dem FC schon viele Punkte beschert. Doch seit dem Winter hat der Senkrechtstarter eine erste kleine Delle.
Auf dem Platz fluppt nicht mehr alles wie gewünscht und auch hinter den Kulissen soll es knirschen. Die „Sport Bild“ berichtete unter der Woche, dass El Malas Verhältnis zu Lukas Kwasniok „eher kühl“ sei.
Kwasniok: „Ich bin sein Begleiter, sein Trainer und kein Fan“
Das sei auch der Grund, warum er jetzt bereits über einen Abschied aus Köln nachdenke. Der Shootingstar ist insgesamt unzufrieden mit seiner Rolle, weil er zu häufig nur als Joker zum Einsatz kommt. Zudem ärgerte er sich zuletzt darüber, dass Kwasniok ihn nach dem Leipzig-Spiel nach zwei vergebenen Chancen kritisierte, während er gleichzeitig Einzelne nach dem billigen Standard-Gegentor öffentlich verschonte.
Aus Sicht des Spielers ruckelt es also an der einen oder anderen Stelle, doch wie sieht der Trainer das Verhältnis? „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis“, sagt Kwasniok auf Sky-Nachfrage und erklärt: „Ich bin sein Begleiter, sein Trainer und kein Fan. Das ist eben der Unterschied.“
Da geht die Wahrnehmung der beiden offenbar auseinander. El Mala wünscht sich offenbar eine engere Begleitung, als sie Kwasniok bietet. Bereits im Trainingslager ließ der Offensivstar durchblicken, dass er eigentlich nur höchst selten mal mit dem Trainer spricht. Da schwang bereits mit, dass es mit der Kommunikation hapert. Bei Kwasniok hört sich das dagegen ganz anders an.
„Ich liebe ihn so, wie meine Kinder auch. Die brauchen ab und zu auch etwas Distanz, um ihren Weg gehen zu können und dann nimmst du sie im richtigen Moment wieder in den Arm“, erklärt er seinen pädagogischen Ansatz.
Gleichzeitig verrät Kwasniok, dass er grundsätzlich nicht der Typ Kumpel-Trainer ist: „Ich gehe selten mit Spielern essen und das habe ich mit Said auch noch nicht gemacht.“
Am Rosenmontag haben die beiden mal Gelegenheit ein paar Stunden abseits des Fußballs miteinander zu verbringen und vielleicht das eine oder andere Missverständnis aus dem Weg zu räumen. Gemeinsam mit Ragnar Ache fahren die beiden mit auf dem FC-Wagen und sollen wieder gute Laune auf der Strecke sorgen.
„Er ist ein feiner Junge, da werde ich meine Meinung nie ändern. Wir werden den Umgang mit ihm nicht verändern, ihn weiter begleiten und schauen, dass er Schritte macht. Ich mag ihn sehr und ich glaube, er mag mich auch.“


