Am Sonntag stand am 21. Spieltag für den 1. FC Köln das Heimspiel gegen RB Leipzig an. Es wurde ein denkwürdiger Nachmittag.
FC-Niederlage gegen LeipzigVAR-Frust: Kölner können es nicht fassen
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Was bleibt da mal wieder hängen? Der 1. FC Köln hat ein engagiertes Fußballspiel völlig unnötig verloren. Etliche Chancen wurden liegengelassen. Und wieder einmal gab es reichlich VAR-Frust und Regel-Wirbel beim 2:1-Sieg von RB Leipzig am Sonntag, 8. Februar 2026.
Köln begann mutig und mit scharfen Kontern. Said El Mala hatte zweimal die Chance. In der 6. Minute war sein Abschluss mit links zu harmlos, nach 23. Minuten strich sein Schuss knapp am Pfosten vorbei. Das hätte die Führung sein können.
Abseitsposition vor Handspiel: Kölner können es nicht fassen
Stattdessen kamen die Gäste mal wieder durch eine Standardsituation zum Tor. In der 29. Minute gab es Freistoß von halbrechts für Leipzig, Raum brachte den Ball rein, Baumgartner köpfte ein. Kölns Keeper Marvin Schwäbe kam nur halbherzig raus, stand dann im Niemandsland und bekam die Arme nicht mehr rechtzeitig hoch.
Mit 0:1 ging es auch in die Pause. Der FC kam putzmunter aus der Kabine. Jan Thielmann setzte sich rechts super gegen zwei Gegner durch, über Tom Krauß kam der Ball in den RB-Strafraum. El Mala scheiterte noch, dann setzte sich Isak Johannesson durch (RB beklagte ein Foul), der Ball kam zu Thielmann, der wunderschön in den Winkel schoss. Ausgleich nach 51 Minuten!
Doch dann war Tiefschlaf in der FC-Abwehr angesagt: Lund konnte einen Ball nur schlecht klären. In der Mitte entwischte Baumgartner den Kölnern und wurde von Schlager bedient – 2:1. Christoph Baumgartners zweiter Treffer.
Die Kölner drängten in der Folge auf den erneuten Ausgleich. Ache rutscht an einer Johannesson-Hereingabe vorbei. Wenig später brachte Kwasniok Marius Bülter für Johannesson rein. Die erste Flanke von Bülter verpasste Ache, der Schuss von Sebulonsen wurde dann geblockt (71.).
Dann gab es erneut VAR-Wahnsinn! Thielmanns Schuss sprang Baumgartner bei der Abwehraktion kurz vor der Linie an die Hand. Minutenlang herrschte Unklarheit, bis Schiedsrichter Frank Willenborg (Osnabrück) auch an den Bildschirm gebeten wurde. Nach Studium der Aufnahmen entschied er auf Abseits. Vor der Szene, die zum Elfmeter geführt hätte, stand Sebulonsen im Abseits, als Kaminski einen Ball weitergeleitet hatte.
Doch warum diese Szene als Grund genommen wurde, bleibt ein Rätsel. Zum einen erreichte der Ball Ache gar nicht, und: Kam es danach nicht zu einer neuen Spielsituation, weil Leipzig den Ball geklärt hatte? Aber diesen ganzen Regel- und Auslegungsirrsinn versteht niemand mehr im deutschen Fußball! Die Kölner konnten es nicht fassen …
Zu allem Überfluss musste Ache verletzt runter, auch Thielmann ging raus. Für sie kamen Fynn Schenten und Debütant Felipe Chávez. Es gab neun Minuten Nachspielzeit. Als der Ex-Kölner Max Finkgräfe bei den Gästen reinkam, gab es ein gellendes Pfeifkonzert. Ein Tor wollte dem FC aber nicht mehr gelingen.
Lukas Kwasniok musste im Vergleich zum Wolfsburg-Spiel erneut umstellen. Zwei Wechsel in der Startformation hatten Verletzungsgründe: Linton Maina (Rippenbruch) und Alessio Castro-Montes (Muskelverletzung) fehlten, dafür begannen Jan Thielmann und Said El Mala. Zudem musste Marius Bülter vorerst auf der Bank Platz nehmen, für ihn rückte Isak Johannesson in die Startelf. Köln begann in einer 4-2-3-1-Formation.
Die FC-Aufstellung: Schwäbe – Sebulonsen, Martel, Özkacar, Lund – Krauß, Johannesson - Thielmann, El Mala, Kaminski – Ache

