Abo

„Mal abgesehen davon ...“Söder reagiert auf vorgeschlagenen WM-Boykott

Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) und CSU-Chef Markus Söder mit Biergläsern in der Hand.

Bundeskanzler Friedrich Merz (r.) und CSU-Chef Markus Söder treffen sich zum Weißwurstessen in der Schützenhalle und prosten den Anwesenden mit Bier zu.(Symbolbild)

Aktualisiert

Nach US-Präsident Trumps Drohungen gegen Grönland kamen erste Vorstöße für einen möglichen Boykott der Fußball-WM. Die Debatte geht nach den Ereignissen in Minnesota weiter.

Die Bundesregierung schafft frühzeitig Klarheit: Aus der Debatte über einen möglichen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko will sie sich heraushalten!

Die Regierung respektiere die Autonomie des Sports, sagte die zuständige Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Christiane Schenderlein, in Berlin. „Entscheidungen über Teilnahme oder Boykott von Sportgroßveranstaltungen liegen ausschließlich bei den zuständigen Sportverbänden, nicht bei der Politik.“

Markus Söder über WM-Boykott: „Was soll denn das sein“

Die Bewertung obliege daher den jeweiligen Verbänden, fügte sie hinzu und nannte den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und den Weltfußballverband Fifa. „Diese Einschätzung wird die Bundesregierung akzeptieren.“ 

Ein Regierungssprecher sagte, auch wenn es die deutsche Nationalmannschaft sei, sei es nicht die Bundesregierung, die über die Teilnahme der Mannschaft an Wettbewerben entscheide.

CSU-Chef Markus Söder lehnt einen WM-Boykott der deutschen Nationalmannschaft ab. Dies sei „völliger Quatsch“, sowohl im Interesse der Sportler als auch außenpolitisch, sagte der bayerische Ministerpräsident nach einer Sitzung des Parteivorstands in München. „Was soll denn das sein, mal abgesehen davon, dass die Fußball-WM nicht nur in den USA stattfindet, sondern auch in Kanada und in Mexiko.“ 

DFB-Vizepräsident und St.-Pauli-Klubchef Oke Göttlich hatte mindestens eine Diskussion über den Boykott der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko gefordert. „Ich frage mich wirklich, wann der Zeitpunkt ist, darüber konkret nachzudenken und zu reden. Und für mich ist dieser Zeitpunkt definitiv gekommen“, sagte er der „Hamburger Morgenpost“.

DFB-Vizepräsident und St.-Pauli-Clubchef Oke Göttlich steht bei einer Mitgliederversammlung am Rednerpult.

DFB-Vizepräsident und St.-Pauli-Clubchef Oke Göttlich hat eine Diskussion über den Boykott der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko gefordert.

Hintergrund der Diskussion sind die aktuellen Entwicklungen in den USA und die Politik von Präsident Donald Trump. Der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt hatte die Idee eines Boykotts für den Fall einer US-Annexion Grönlands ins Spiel gebracht.

In Berlin wurden Sprecher der Regierung zum Wochenbeginn von Journalisten erneut nach dem Thema gefragt. Hintergrund waren dieses Mal die tödlichen Schüsse auf einen US-Bürger bei einem Einsatz der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis. (dpa)

BVB-Profis jubeln nach einem Torerfolg.

Profi verlässt BVB sofort

Dortmund „bedauert“ plötzlichen Winter-Abgang