Das Deutsche Rote Kreuz schlägt Alarm. Deutschlandweit fehlen Blutspenden. Der frühere Manager des 1. FC Köln will mit seinem Besuch im Spendenzentrum ein Signal geben.
„Die Situation ist ernst“Ex-FC-Manager geht mit gutem Beispiel voran

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Im Nationalmannschaftstrikot zur Blutspende. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig im DRK-Blutspendezentrum am Neumarkt.
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Winterwetter und Krankheitswelle haben bundesweit zu einem deutlichen Rückgang der Blutspenden geführt. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will normalerweise genug Blutreserven haben, um die Versorgung im Notfall vier Tage lang aufrechterhalten zu können.
„Wir können den Kliniken zurzeit weniger liefern“, sagt Stephan David Küpper vom DRK-Blutspendedienst. Seit Anfang des Jahres sei die Situation angespannt. Derzeit reiche die Versorgung bei einzelnen Blutgruppen nur für rund anderthalb Tage.
DRK: Versorgung reicht teils nur für rund anderthalb Tage
Erst kamen aufgrund der Feiertage weniger Menschen, nun können viele nicht zur Spende kommen, weil sie krank sind. „Das wirkt sich unmittelbar auf die Blutspende aus.“
Menschen mit akuten Atemwegsinfektionen, etwa einer Grippe oder einer Erkältung, sollen nicht Blut spenden. Danach gilt den Empfehlungen des DRK zufolge eine Sperrzeit von ein bis vier Wochen. In Köln sorgt zudem das jecke Karnevalstreiben dafür, dass viele Menschen nicht wie gewohnt zur Blutspende gehen.
DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hörte von der Problematik und ging mit gutem Beispiel voran. Zusammen mit seiner Frau Cordula ging der frühere FC-Manager zum DRK-Blutspendezentrum am Neumarkt. „Da sollte sich jeder ein Herz fassen und helfen“, sagte er zu EXPRESS.de. „Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, Blut zu spenden.“
Täglich werden rund 15.000 Blutspenden für die Versorgung von kranken und verletzten Menschen in Deutschland benötigt. „Die Situation ist ernst. Blutspenden können nicht aufgeschoben werden. Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken“, erklärt Küpper. „Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten.“
Auch im Karneval ist die Nachricht angekommen. Die KG Frohsinn hat bereits mehrmals zur „frohsinnigen Blutspende“ aufgerufen. Zuletzt wurde Anfang Dezember im Rhein-Energie-Stadion gespendet.


