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FC-Anführer fliegt aus StartelfKessler: „Nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen“

Im Sommer genoss die Vertragsverlängerung von Eric Martel oberste Priorität beim 1. FC Köln. Mittlerweile ist der Sechser aber nicht mehr unantastbar, ein Verbleib am Geißbockheim ist alles andere als in Stein gemeißelt.

Das hat er so auch schon lange nicht mehr erlebt. Erstmals seit März 2024 stand Eric Martel (23) ohne Verletzungsgrund oder Sperre nicht in der Startelf des 1. FC Köln. Ein ungewohntes Gefühl für den Defensivspezialisten, der bislang als unantastbarer Anführer galt.

Doch inzwischen ist der ehemalige U21-Nationalspieler nicht mehr unumstritten. Vergangene Woche gegen Mainz wurde er erstmals zur Pause ausgewechselt, nun gab es den nächsten Denkzettel von Lukas Kwasniok (44).

Kwasniok über Martel: „Eric ist Profi, gejubelt hat er nicht“

„Eric ist Profi, gejubelt hat er nicht, aber wir haben sehr erwachsen darüber gesprochen und haben eben auch diese Energie versucht, gleich wieder auf den Platz zu bringen und schauen wir mal, wie das in der Zukunft behandelt wird. Aber jeder hat seine Stärken. Die sind beide eher defensive Sechser und dann musst du eine Entscheidung treffen“, begründete der FC-Trainer.

Thomas Kessler ergänzt: „Der Trainer stellt den Spieltagskader zusammen und macht sich Gedanken, wie er das Spiel bestehen möchte. Er hat sich dafür entschieden, Eric nicht spielen zu lassen. Deswegen hat Tom Krauß von Beginn mit Jakub Kaminski auf der Sechs gespielt und am Freitag geht es gegen Wolfsburg weiter. Dann kann es auch wieder anders aussehen.“

Beiden ist aber nicht entgangen, dass Martel in den vergangenen Wochen nicht mehr seine Leistungsgrenze erreicht hat. Ob das mit der ungewissen Zukunft zusammenhängt? Denn noch ist nicht klar, wie seine Pläne im Sommer aussehen. Der Vertrag am Geißbockheim läuft am Ende der Saison aus und bislang warten die Fans vergeblich auf ein Treuebekenntnis.

Martel vertröstet den Klub seit Saisonbeginn. Im Winter sollten eigentlich die Gespräche geführt werden, doch ein Ergebnis ist immer noch in weiter Ferne. „Ich glaube, es ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen. Wir haben jetzt ein Bundesligaspiel gehabt – und da antworte ich gerne drauf. Alles Weitere können wir dann zu einem anderen Zeitpunkt besprechen“, sagt Kessler.

Der Sportboss scheint zunehmend genervt zu sein von der Hängepartie. Demnach will sich Martel immer noch alle Optionen offenhalten. Ein Spiel mit dem Feuer, denn allmählich dreht sich der Wind. Während es im Sommer noch die vermeintlich wichtigste Amtshandlung von Kessler war, den Vertrag mit Martel zu verlängern, hat der FC inzwischen keine große Not mehr.

Es ist sogar nicht mal mehr in Stein gemeißelt, dass der Klub überhaupt noch eine Vertragsverlängerung mit Martel anstrebt – schon gar nicht zu jedem Preis. Dazu passt, dass sich die Verantwortlichen längst nach Alternativen umsehen. Dan Neil vom FC Sunderland ist dabei ein ernsthafter Kandidat für den Sommer und auch mit Tom Krauß wird bei Klassenerhalt geplant. Der Abräumer hat mit nun 15 absolvierten Spielen die erste Bedingung für eine Kaufpflicht erfüllt.

Der Ausgang im Martel-Poker ist dagegen ungewisser denn je, auf der Prioritätenliste ist die Causa in den vergangenen Wochen jedenfalls deutlich nach unten gerutscht.

Ragnar Ache enttäuscht nach dem Spiel des 1. FC Köln in Freiburg.

FC-Kommentar

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