Der 1. FC Köln verleiht Julian Pauli zu Zweitligist Dynamo Dresden. Für Lukas Kwasniok ein smarter Move, schließlich hält man in der Zukunft große Stücke auf den Verteidiger.
„Kein Selbstläufer“Kwasniok skizziert Pauli-Plan

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Julian Pauli verlässt den 1. FC Köln leihweise Richtung Dresden, für Imad Rondic wurde noch kein Abnehmer gefunden.
29.08.2025, 16:49
Der 1. FC Köln und Dynamo Dresden haben sich auf ein Leihgeschäft von Julian Pauli verständigt. Der Verteidiger wechselt für ein Jahr an die Elbe und verlängerte im selben Zug seinen Vertrag bis 2028.
Das gaben beide Vereine am Donnerstag bekannt. Lukas Kwasniok hält diese Leihe für absolut sinnvoll. „Ich glaube, es war der smarteste Move für beide Seiten. Die Entscheidung ist im Sinne des Spielers und im Sinne des Vereins getroffen worden“, sagt der FC-Coach.
Pauli war beim FC zuletzt vom Pech verfolgt
Denn dem Youngster, der vergangene Saison einen kometenhaften Aufstieg zu Beginn hingelegt hat, klebte im letzten halben Jahr etwas das Pech an den Fußballschuhen.
Zunächst setzte ihn eine Kopfverletzung monatelang außer Gefecht, und als er dann in der Vorbereitung auf die neue Saison wieder angreifen und sich dem neuen Trainer empfehlen wollte, warf ihn ein Bänderriss im Sprunggelenk zum ungünstigsten Zeitpunkt zurück. „Wenn du eine Durststrecke durchmachen musst, weil du verletzt bist, dann musst du erstmal wieder in den Rhythmus kommen“, erklärt Kwasniok.
Der Rhythmus bei so einem jungen Spieler kommt allerdings nur über die Spielzeit. Und die hätte ihm Kwasniok spätestens mit der Ankunft von „Königstransfer“ Rav van den Berg nicht garantieren können.
„Wenn man sich die Konkurrenzsituation anschaut in der Innenverteidigung, wär es nicht so sicher gewesen, dass er jedes Spiel macht. Und für die Entwicklung eines so jungen Spielers ist Spielzeit unabdingbar“, sagt der Coach.
Die soll er sich nun in Dresden holen, ein ähnlich energiegeladener Standort mit riesiger Fanbase und enormer Wucht. So zumindest der Plan, doch auch bei Dynamo muss der junge Verteidiger zunächst um seinen Platz kämpfen.
„Hoffentlich wird er dort spielen, auch das ist kein Selbstläufer in Dresden“, sagt Kwasniok, der sich die nächsten Schritte von Pauli erhofft, damit der Youngster in Köln „eines Tages hier vor 50.000 in der Bundesliga spielen kann“.