Abo

„Zeigt Situation in Deutschland“Kwasniok reagiert auf El Malas Nominierung

Said El Mala wurde für die deutsche U21 nominiert. FC-Trainer Lukas Kwasniok ordnet die Kader-Berufung des Youngsters ein.

Er hält die FC-Fahne beim DFB hoch: Said El Mala wurde erstmals für die U21-Nationalmannschaft nominiert, schaffte damit direkt den Sprung von der U19 zur höchsten Junioren-Auswahl im internationalen Fußball.

Ein tolles nachträgliches Geburtstagsgeschenk für den FC-Youngster, der am vergangenen Dienstag (26. August 2025) 19 Jahre alt geworden ist.

Kwasniok lobt El Malas Entwicklung, aber bremst Euphorie

Trainer Lukas Kwasniok (44), der El Mala am vergangenen Sonntag durch die Einwechslung in Mainz zu dessen Bundesliga-Debüt verholfen hatte, schien bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf EXPRESS.de) nicht sonderlich überrascht über den nächsten Karriere-Meilenstein des Teenagers. Überbewerten wollte er die Nominierung schon mal gar nicht.

„Nichts“, sagte Kwasniok trocken auf die Frage, was die Berufung für El Malas weitere Schritte bedeute: „Er wurde nominiert, er muss liefern – in der U21 und bei uns.“

Kwasniok hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, wie froh man beim FC sein könne, ein solches Talent in den eigenen Reihen zu haben. Immer wieder war er aber auch bemüht, etwas auf die Euphoriebremse zu treten.

„Er ist gerade dabei eine gute Entwicklung zu machen, auch in den Trainingseinheiten“, erläuterte Kwasniok nun. „Denn, das habe ich ja schon versucht vom ersten Tag an zu erklären, er ist zweifelsohne mit sehr, sehr viel Talent und Geschwindigkeit gesegnet, das steht außer Frage. Aber um ein kompletter Bundesligaspieler zu werden, dazu gehören viele Attribute und er ist wirklich Step by Step auf dem richtigen Weg.“

Dass der junge Kölner, der in Krefeld geboren wurde, nun eine Junioren-Auswahl übersprungen habe, wertete Kwasniok als Zeichen, dass es dem deutschen Fußball aktuell an Spielertypen wie El Mala mangelt.

„Das zeigt natürlich schon auch die Gesamtsituation, dass wir jetzt in Deutschland nicht die meisten Dribbler auf der Welt haben“, sagte Kwasniok: „Gerade bei Flügelspielern sind uns andere Nationen voraus. Und das führt dazu, dass du auch mal einen Jahrgang oder so überspringst.“ El Mala wisse aber ganz genau: „Die Chance zu bekommen, ist das eine. Sie zu nutzen, ist das andere.“

Kwasniok ist jedoch optimistisch, dass das FC-Juwel dafür auf einem guten Weg ist. „Ich glaube, dass die U21, weil dort die Anforderungen nochmal andere sind als in einer U20, ihm für seine Entwicklung guttun wird“, sagte Kwasniok.

Er schob auch direkt hinterher, warum er das so sieht. „Da muss er nochmal ein bisschen mehr beißen, sich noch ein bisschen schneller adaptieren an das Herren-Niveau. Ich traue ihm das zu, weil er einem das Gefühl gibt, sich sehr schnell adaptieren zu können.“