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Ex-FC-Profi mit Wut-Rede bei SkyNach Klatsche: „Und du fängst mit so einer Rotze an“

Torwart Julian Krahl (l.) kann dem Abschluss von Luca Marseiler nur hinterher schauen.

Luca Marseiler (r.) erzielt gegen Torwart Julian Krahl (l.) den Treffer zum 4:0 beim Spiel zwischen Darmstadt 98 und dem 1. FC Kaiserslautern. 

Es war ein gebrauchter Abend für den 1. FC Kaiserslautern! Torwart Julian Krahl ließ nach Abpfiff im Sky-Interview seinem Frust freien Lauf. 

Der SV Darmstadt 98 ist neuer Spitzenreiter in der 2. Bundesliga und untermauert eindrucksvoll seine Aufstiegsambitionen. Durch den 4:0-Erfolg gegen den 1. FC Kaiserslautern verdrängten die Hessen mit nun 41 Punkten den FC Schalke 04 (40 Zähler) vom Spitzenplatz.

Lautern hingegen muss seine Aufstiegsambitionen vorerst begraben. Der Rückstand des FCK auf den Relegationsplatz drei beträgt nun schon acht Zähler.

Julian Krahl: „Es war heute von elf Mann eine bodenlose Frechheit“

Torhüter Julian Krahl zeigte sich nach dem schwachen Auftritt seiner Mannschaft schwer angefressen. „Es war heute von elf Mann auf dem Platz eine bodenlose Frechheit“, sagte der ehemalige Profi des 1. FC Köln (2019 bis 2021) im Interview bei Sky.

Angesprochen auf die Frage, ob Kaiserslautern aktuell einfach kein Aufstiegskandidat sei, erwiderte Krahl: „Ich muss ehrlich sagen, ich habe die Tabelle momentan nicht im Kopf und es ist mir auch gerade maximal egal. Tut mir leid, ich bin gerade maximal angepisst. Abendspiel, 20.30 Uhr, und du fängst dann mit so einer Rotze an. Dann brauchst du vom Aufstieg überhaupt nicht reden. Dann geht es nächste Woche um Wiedergutmachung.“ 

FCK-Coach Torsten Lieberknecht erlebte eine bittere Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Denn Fraser Hornby (5. Minute/Foulelfmeter), der für den verletzten Torjäger Isac Lidberg in die Mannschaft gerückte Fynn Lakenmacher (29.) sowie Kai Klefisch (45.) machten schon vor der Pause alles klar für die Hausherren. Luca Marseiler (90.+2) legte im mit 17.810 ausverkauften Merck Stadion am Böllenfalltor später noch nach.

Die Gäste hingegen blieben zunächst fast alles schuldig. Nicht einmal kamen sie im ersten Durchgang gefährlich vor das Tor, gaben keinen Torschuss ab. Vor allem im Zweikampfverhalten blieben die FCK-Spieler unerwartet passiv. Darmstadt hingegen machte aus vier Chancen drei Tore.

Nach Wiederanpfiff versuchten die Gäste, sich in die Partie zu kämpfen. Vieles blieb aber weiterhin Stückwerk. Die Gastgeber hingegen wirkten an diesem Abend wesentlich reifer und spielten diszipliniert weiter. So ergaben sich erneut hochkarätige Chancen, die Hornby und Lakenmacher allerdings in aussichtsreicher Position vergaben.

Auch wenn Darmstadt in der Folge nicht mehr so viele Räume bekam und die Gäste mehr Ballbesitz hatten, verlebte Marcel Schuhen im Darmstädter Tor einen sehr ruhigen Abend. Erst kurz vor Ende musste er eingreifen und verhinderte so das Ehrentor. Für die Lilien war es das elfte Spiel nacheinander ohne Niederlage. (dpa/fr)

Polizisten stehen vor der Einfahrt zum Stadion.

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