Uwe Koschinat muss sich bei Rot-Weiss Essen inzwischen mit hörbarer Kritik auseinandersetzen. Immerhin steht dem Trainer nach langer Pause wieder FC-Leihgabe Jaka Cuber Potocnik zur Verfügung.
Trainer Koschinat kontert KritikKölner Leih-Sorgenkind endlich zurück
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Knapp 100 Tage Leidenszeit sind endlich zu Ende! Am 8. November 2025 erzielte Jaka Cuber Potocnik (20) seinen zweiten Liga-Treffer für Rot-Weiss Essen, verletzte sich aber noch im Spiel beim FC Ingolstadt und fehlte seitdem mit einem Muskelbündelriss.
Das vom 1. FC Köln in die 3. Liga verliehene Sturmtalent plagt sich schon die ganze Saison über mit Verletzungen herum, stand erst in fünf Ligaspielen für RWE auf dem Rasen. Dabei sollte die erste Saison im Profifußball eigentlich geradewegs zum Durchbruch führen. Jetzt ist der vom Pech verfolgte slowenische Junioren-Nationalspieler endlich wieder fit.
Jaka Cuber Potocnik spielte letztmals Anfang November
„Er ist definitiv einsatzbereit“, versicherte Trainer Uwe Koschinat (54) am Freitag (13. Februar) auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Jahn Regensburg (Samstag, 16.30 Uhr/MagentaSport): „Da hat die medizinische Abteilung einen super Job gemacht.“
In der Vergangenheit hatte der Coach auch schon mal durchklingen lassen, wie problematisch die körperlichen Probleme und die daraus resultierenden Zwangspausen für Potocnik waren.
Im August sagte Koschinat nach einem Muskelfaserriss: „Bei ihm ist es so, dass wir einiges bei dem Jungen aufzuarbeiten haben. Das ist schade, weil das ein sehr guter und intelligenter Stürmer ist, der sein ganzes Leben Tore geschossen hat.“
Beim erneuten Neustart fällt die Einschätzung nun deutlich positiver aus. Koschinat und alle Beteiligten bei RWE hoffen darauf, dass Potocnik endlich fit bleibt und sein Potenzial abrufen kann. „Jaka wurde hervorragend herangeführt. Es ist alles völlig problemlos“, fasste der Trainer die Essener Zuversicht zusammen.

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Jaka Cuber Potocnik Ewar letztmals am 8. November 2025 für Rot-Weiss Essen am Ball.
Einen Torjäger in Topform können die Rot-Weißen im Saison-Endspurt der 3. Liga gut gebrauchen: Zwar ist der Deutsche Meister von 1955 seit acht Spielen ungeschlagen, hat in dieser Zeit aber auch nur drei Siege eingefahren.
An Koschinat regt sich im Umfeld bereits Kritik, die er am Freitag selbstbewusst konterte: „RWE ist mit mir nicht ganz so beschissen gefahren.“ Potocnik-Tore und regelmäßige Siege würden die Aussichten auf die erstmalige Zweitliga-Saison seit 2006/2007 an der Hafenstraße auf jeden Fall deutlich erhöhen und Koschinat den Job wieder leichter machen.


