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Wieder nur Bank in HeidenheimEx-Trainer hat klare Meinung zu Kwasnioks El-Mala-Taktik

In Heidenheim kam FC-Profi Said El Mala wieder nur als Joker zum Einsatz. Ex-Trainer Friedhelm Funkel traut dem 19-Jährigen jedoch deutlich mehr zu, vor allem körperlich.

Steht er in der Startelf oder sitzt er zunächst nur auf der Bank? Diese Frage über Youngster Said El Mala (19) stellen sich wohl viele Fans des 1. FC Köln vor den Spielen in der Bundesliga.

Bislang schickte Trainer Lukas Kwasniok (44) den Flügelspieler sechsmal von Beginn an ins Rennen. Zehnmal kam er dafür als Joker zum Einsatz – und das auch ziemlich erfolgreich. Mit vier Toren und drei Vorlagen ist der 19-Jährige der erfolgreichste Joker der gesamten Liga.

Friedhelm Funkel: „Das muss jeder 19-Jährige aushalten können“

Wenn es jedoch nach Kwasnioks Vorgänger und Aufstiegs-Trainer Friedhelm Funkel (72) geht, könnte El Mala öfter in der Startelf der Geißböcke stehen. Darüber hat der Ex-Coach am Montagabend (12. Januar 2026) in der Sendung „At Broski – Die Sport-Show“ in Düsseldorf gesprochen.

„Ich würde mich freuen, wenn ich so einen Spieler im Kader hätte. Es ist eine wahre Freude, ihn auf dem Platz zu sehen. Ich glaube, dass er auch in der Lage ist, von Anfang an Spiele zu spielen und dann auch gute Leistungen zu bringen. Das hat er ja auch schon gemacht“, sagt Funkel.

Obwohl der Flügelspieler als Joker akkurat funktioniert, findet er: „Ich bin der Meinung, dass man einen jungen Spieler von der Belastung her, nicht immer nur in der zweiten Halbzeit bringen kann oder ab der 60. Minute. Wenn ich einmal in der Woche über 90 Minuten Fußball spiele, das muss jeder 19-Jährige aushalten können. Größer ist die Belastung ja nicht, er hat nicht fünf, sechs englische Wochen hintereinander. Ich glaube, das kann er auch.“ 

Körperlich sollte ein Spiel über die volle Distanz also kein Problem für El Mala sein, trotzdem war das 1:1-Unentschieden in Bremen die einzige Partie in dieser Saison, in der er über 90 Minuten auf dem Feld stand.

Aber egal ob von der Bank oder von Beginn an, für Funkel ist klar: „Er ist, wird und bleibt ein ganz wichtiger Spieler im Kampf um den Klassenerhalt. Ich bin gespannt, ob er gegen die Bayern von Anfang an spielen wird, da lasse ich mich überraschen. Und ich bin gespannt, ob Lukas (Kwasniok, Anm. d. Red.) seine Meinung ändert. Jeder Trainer hat seinen eigenen Weg und seine eigene Meinung. Die muss man auch respektieren.“