„Total falsche Entscheidung“ Modeste-Tor bringt Leipzig auf die Palme – Brychs Erklärung

Anthony Modeste wartet beim Bundesliga-Spiel 1. FC Köln gegen RB Leipzig auf die Entscheidung von Schiedsrichter Felix Brych.

Anthony Modeste wartete sehnsüchtig auf das Tor-Signal von Schiedsrichter Dr. Felix Brych beim Heimspiel des 1. FC Köln gegen RB Leipzig am 18. September 2021.

Schiedsrichter Felix Brych und Video-Assistent Robert Hartmann standen beim 1:1 des 1. FC Köln gegen RB Leipzig im Fokus. Vor allem über Anthony Modestes 1:0 wurde nach Abpfiff heftig diskutiert.

Köln. Was für ein wilder Fußballabend in Köln. Nicht nur im Rhein-Energie-Stadion ging es am Samstag (18. September) beim Duell 1. FC Köln gegen RB Leipzig (1:1) heiß her – sondern auch im Videokeller in Deutz!

1. FC Köln – RB Leipzig: Vier Tore zurückgepfiffen

Dort saß Robert Hartmann (42) zur Unterstützung des Schiedsrichtergespanns um Dr. Felix Brych (46) und hatte alle Hände voll zu tun.

Sechs Treffer fielen in Müngersdorf, aber nur zwei zählten. Auch das reguläre Tor von Anthony Modeste (33) zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung der Kölner pfiff Brych zunächst ab, hatte zuvor ein Foul von Mark Uth (30) an Leipzigs Mohamed Simakan (21) gesehen.

Nach minutenlangem Studium der Video-Bilder gab der Referee den Treffer schließlich doch – zum Entsetzen der Leipziger!

Felix Brych schaut sich bei 1. FC Köln gegen RB Leipzig eine strittige Szene am TV-Bildschirm an.

Felix Brych schaute sich die strittige Szene vor dem 1:0 des 1. FC Köln gegen RB Leipzig am 18. September 2021 am Bildschirm an.

„Ich verstehe das einfach nicht“, war Simakan nach Abpfiff gefrustet. Trainer Jesse Marsch (47) schimpfte: „Es ist Foul, ein klares Foul. Für mich war das eine total falsche Entscheidung.“

Felix Brych: „Das Tor musste zählen“

Der RB-Coach stellte die Szene sogar noch mit Brych nach. Der erklärte seine Sicht der Dinge ebenfalls: „Auf dem Platz sah es für mich auch aus wie ein Foul. Ich dachte, dass der Kölner Stürmer den Leipziger von hinten am Klärungsversuch gehindert hat. Vorm Bildschirm war es dann aber so, dass der Kölner einfach eher in der Aktion war, und der Leipziger ihn beim Ausholversuch getroffen hat. Das Tor musste zählen.“

Sah auch Uth so: „Ich glaube schon, dass ich ihn leicht berühre, aber meiner Meinung nach reicht es nicht.“ Eine extrem knifflige Situation.

Zuvor hatten die Unparteiischen schon Tore von Dominik Szoboszlai, Modeste und Uth aberkannt – jeweils wegen Abseits. Nach dem 1:0 traf auch noch RB-Joker Emil Forsberg irregulär, nachdem er in der verbotenen Zone gestanden hatte. Der 1:1-Ausgleich der Leipziger fiel schließlich nach einem Eckball durch Amadou Haidara. Da hatte der VAR nichts einzuwenden.

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